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Selbststudium /Asynchron




Nutzen Sie den FAIR data check von NFDI4Culture

Um Forschenden die Anwendung der Prinzipien zu erleichtern, gibt es nun neben weiteren Diensten und Ressourcen auch den FAIR-Selbst-Check von NFDI4Culture, der mit seinen Fragen auf Daten aus dem Kulturerbebereich angepasst ist.

Aus Sicht der kulturbezogenen Wissenschaften fehlten uns bei bereits existierenden Tools nämlich mehrere Aspekte: zum einen sind sie in der Regel sehr generisch für die gesamte Forschungslandschaft gedacht, zum anderen es mitunter schwer, aus den Ergebnissen der Checks Schlussfolgerungen zu ziehen. In Forschungsprojekten zu materiellem und immateriellem Kulturerbe bestehen zudem oft sehr spezielle Situationen durch die Arbeit mit unterschiedlichen Datenformaten, verbunden mit rechtlichen und ethischen Herausforderungen. Ein generisches "Abhaken" der FAIR-Prinzipien ist daher kaum möglich, vielmehr muss oftmals eine individuelle Lösung zur Umsetzung der FAIR-Prinzipien gefunden werden, zu der am besten auch ein persönliches Gespräch mit Expert:innen gehört.

Eine weitere Besonderheit des FAIR-Checks ist daher die integrierte Möglichkeit, sich mit den Ergebnissen und aufgekommenen Fragen im PDF-Format direkt an den NFDI4Culture Helpdesk zu wenden, um konkrete Probleme im Gespräch zu klären.

Innerhalb der MWS können Sie sich mit dem generierten PDF auch an die Gst der MWS und Beratung im FDM Bereich wenden: fdm-perspectivia@maxweberstiftung.de

Sie können auch den FAIR data check von GoFAIR verwenden: https://bit.ly/yourFIP

Nutzen Sie den Text+ Helpdesk

Beantwortet allgemeine und projektübergreifende Anfragen und informiert über Partizipationsmöglichkeiten in Text+. Es gibt Ansprechpartner aus allen Datendomänen und insbesondere auch für rechtliche und ethische Fragen.

Katalog Histocat von  4Memory


CLARIAH-DE Tutorial Finder: Der Tutorial Finder ist eine Instanz der DARIAH-DE Generischen Suche und erlaubt das Durchsuchen frei zugänglicher und nachnutzbarer Lehr- und Schulungsmaterialien zu Verfahren, Werkzeugen, Forschungsmethoden und Themen im Bereich der Geisteswissenschaften und ihrer benachbarten Fachdisziplinen. Es werden insgesamt 24 Plattformen durchsucht (darunter auch DARIAH Campus, forTEXT, The Programming Historian, dhd-youtube-channel).

HERMES: eines der noch in Antragstellung befindlichen Datenkompetenzzentren für die Geisteswissenschaften (BMBF Förderprogramm), hier werden ggf. Angebote zu erwarten sein.

NFDI-Sektion Training & Education: Im Sektionskonzept wird erläutert, dass es hier um Konzepte zu Data Literacy und Ausbildung im Bereich Forschungsdatenmanagement zu allen wiss. Disziplinen geht. Im dazu gehörigen Projekt DALIA wir außerdem eine Knowledge Base zu Trainingsangeboten aufgebaut.

CLS-INFRA: (Computational Literary Studies-Infratructure) über das enge Fachgebiet der Literaturwissenschaft hinaus bietet der Methodenkatalog von CLS-Infra einen guten Überblick zur Datennanlyse im Allgemeinen.



 Materialien der AG Publikationen


European Accessibility Act 2023

Advice and Resources

Overview of the act for publishers and links to further resources: https://internationalpublishers.org/the-european-accessibility-act-for-non-eu-members/


General guide to accessible PDFs: https://www.norfolk.gov.uk/article/44504/How-to-get-started

Adobe guide to accessible PDFs: https://helpx.adobe.com/uk/acrobat/using/create-verify-pdf-accessibility.html

Guide to writing alt texts (German): https://www.netz-barrierefrei.de/wordpress/barrierefreies-internet/barrierefreie-redaktion/leitfaden-zum-schreiben-guter-alternativtexte/

Guide to writing alt texts (English): https://accessibility.huit.harvard.edu/describe-content-images

Book on producing accessible PDFs: https://dpunkt.de/produkt/barrierefreie-pdf-dokumente-erstellen/



Video guides to producing accessible files:
 Existing PDFs -https://youtu.be/IcDakLJEu2E?si=uDbbFPE-CcEEyYsR (German)
 Word and PDF - https://www.youtube.com/watch?v=-WM29YFUfPc   (German
 Powerpoint - https://www.youtube.com/watch?v=FocIltet38E (German)
 InDesign - https://www.youtube.com/watch?v=O3_5k5KlDzw (English)


Experiences with Publishers

De Gruyter: outsources its production process, and suppliers are not always familiar with accessibility requirements. Therefore it is important to check e-books to make sure they meet accessibility requirements.

Berghahn Books: Has begun asking authors to provide alt-texts for all images submitted.


Digitale Editionen

Handreichung der Uni Zürich zur Barrierefreiheit in digitalen Editionen

Allgemeine Empfehlungen zur Barrierefreiheit von Base4NFDI

Neelam Vishen, Chen, T., & Kuper, S. (2025). Base4NFDI– Guidelines on Application of Web Accessibility (Version 1). Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.15719661


Ansprechpartnerin für Forschungsdatenmanagement ist Monique Bellan

Veröffentlichungen des OIB in perspectivia.net


Vor allem im Bereich der historischen Sozialforschung, den Sozialwissenschaften, aber auch in vielen anderen Forschungsbereichen der MWS werden Interviews geführt und damit sensitive, datenschutzrelevante Forschungsdaten generiert. 
Diese Daten erfordern zumeist, dass die Interviewpartner eine DSGVO konforme Einverständniserklärung unterzeichnen, um den Umgang mit diesen Daten transparent für alle Beteiligten zu klären. Wenn nichts anderes vereinbart wird, sieht das Gesetz eine Löschung nach spätestens 10 Jahren bzw. sofort bei Widerruf durch die Rechteinhaber vor. 

Im Interesse der Forschung können aber auch datenschutzrelevante Informationen, wie Interviews, länger aufbewahrt werden, solange sie nicht frei zugänglich gemacht werden. Dazu muss in den Einverständniserklärungen ein Passus eingefügt werden, der beispielsweise besagt, dass die Daten für den bestimmten Zweck einer späteren Überprüfung auch über 10 Jahre hinaus in einem Forschungsdatenrepositorium gespeichtert werden und nur bei berechtigtem wissenschaftlichem Interesse Einzelpersonen zugänglich gemacht werden. Wir empfehlen ausdrücklich einen solchen Passus einzubauen (dies ist in den unten stehenden Beispielen noch nicht der Fall). Ist eine Löschung nach 10 Jahren vorgegeben, so bleiben darüber hinaus dennoch die Metadaten, inkl. einer Beschreibung der Daten, eine Übersicht und natürlich alle wissenschaftlichen Publikationen, die zu den Daten gehören beispielsweise in perspectivia.net erhalten.

Beispiele für DSGVO konforme Einverständniserklärungen aus den Instituten der MWS  (siehe Dateianhänge unten):

  1.  aus zwei Forschungsprojekten des DHI Warschau, (verfasst im Februar 2024)
  2. aus dem Forschungsprojekt "Handlungen der Resilienz ergänzen: die Auswirkungen des demographischen Wandels auf kommende Aktivitäten und zivilgesellschaftliches Engagement" des DIJ Tokyo (2023)

Die GSt der MWS bietet im Rahmen ihrer finanziellen und personellen Möglichkeiten bei der Beantragung und Durchführung von Forschungsvorhaben Unterstützung hinsichtlich der DH- und FDM-Komponenten, beispielsweise durch das Verfassen entsprechender Textbausteine. Grundlage für Beratungsleistungen bildet die initiale Projekterfassung über die stiftungsweit angebotene DMP-Software RDMO (siehe dazu auch das Kap. Datenmanagementplan). Während der Projektlaufzeit steht die GSt für Fragen rund um das FDM zur Verfügung.

Die GSt berät Forschende in Fortführung der initialen Projekterfassung auch gegen Projektende hinsichtlich der Auswahl der zu veröffentlichenden Daten, geeigneter Publikationsorte und damit verbundener Aufgaben (insb. Anreicherung mit Metadaten, Vergabe offener Lizenzen). Anfragen zur Datenpublikation und FDM-Beratung allgemein werden an fdm-perspectivia@maxweberstiftung.de gerichtet (siehe auch Kap. Datenpublikation). Bei ethischen Aspekten wird an die Ethikkommission der MWS verwiesen. Fragen bezüglich der IT-Sicherheit, insbesondere die technischen und organisatorischen Maßnahmen als Voraussetzung für den Datenschutz in der Forschung betreffend, sind an den IT-Sicherheitsbeauftragten der MWS zu richten.

Mit Blick auf die umfassenden und qualitativ hochwertigen Schulungsmaterialen zum Themenkomplex FDM von Drittparteien,  verzichtet  die  MWS  auf  die  Erstellung  eigener  Unterlagen;  vielmehr  wird  hier (und ggf. auf einer eigenen FDM-Webseite) auf  ausgewählte,  externe  Angebote  verlinkt.  Die  Durchführung  von  regelmäßigen Grundlagenkursen zum FDM für Forschende der MWS wie auch für die FDM-Ansprechpersonen an den Instituten durch die GSt ist vorgesehen. Hier gilt auch das Train-the-Trainer Konzept, d.h. die FDM-Ansprechpersonen an den Instituten werden durch die Gst mit Informationen und Trainings versorgt, um diese vor Ort institutsspezifisch und fachspezifisch weiterzugeben. Außerdem wird Kontakt zu den startenden Datenkompetenzzentren für die Geistes- und Sozialwissenschaften hergestellt (z B. HERMES)


„Open Consultation on FAIR Data Action Plan - LIBER Europe“. https://libereurope.eu/article/fairdataconsultation/.

B - Zentrale FDM Services der Geschäftsstelle

Beratung und Schulung

Aktuelle Veranstaltungen
Angebote der NFDI
Angebote zu Data Literacy aus allen Verbünden

Datenmanagement mit RDMO

RDMO- Beispielfragebögen
Synchronisation mit MWS Projektdatenbank

Datenpublikation

Closed or restricted access

Lösungen für sensible oder geschützte Daten

Open Access

Empfohlene Forschungsdatenrepositorien

Langzeitarchivierung

Metadaten

Publikationsservice in perspectivia.net

Zweitveröffentlichung und Autor:innenrechte

Quelleneditionsportal

Rechtliche Aspekte


Die CARE Principles for Indigenous Data Governance wurden als Ergänzung zu den FAIR-Prinzipien von der Research Data Alliance International Indigenous Data Sovereignty Interest Group erarbeitet und durch die Global Indigenous Data Alliance (GIDA) veröffentlicht (vgl. Carroll et al 2020) .

Das Akronym steht für Collective Benefit, Authority to Control, Responsibility und Ethics. Auf Grundlage der CARE-Prinzipien werden Forschende dafür sensibilisiert, dass im Rahmen der Bemühungen um Open Data und Open Science die Rechte und Interessen indigener Völker gewahrt bleiben. Mit Beachtung der CARE-Prinzipien soll u. a. verhindert werden, dass aufgrund unterschiedlicher Machtverhältnisse oder historisch bedingter Ungleichheit das Selbstbestimmungsrecht indigener Personen und Personengruppen missachtet wird. (zit. nach forschungsdaten.info)



Für Daten, die sich (z.B. aus ethischen, datenschutz- oder urheberrechtlichen Gründen) nicht für eine Publikation eignen, jedoch aufgrund von Vorgaben seitens des Fördermittelgebers aufbewahrt werden müssen, 
gibt es in naher Zukunft eine stiftungseigene Lösung zur Archivierung  (Vorhaltung auf langsamen Speichermedien mit niedriger Backup-Frequenz)  bzw. die Veröffentlichung der Metadaten mit verschlossenen Daten. 
Aus Datenschutzgründen können Restriktionen hinsichtlich der Speicherdauer bestehen, falls nicht explizit in der Einverständniserklärung mit z.B. Interviewpartnern ein Grund für eine längere Aufbewahrung als 10 Jahre vereinbart wurde. 
Dies wird im Einzelfall geprüft und wir empfehlen die Ergänzung eines entsprechenden Passus. Eine Erläuterung finden Sie im Kapitel
Beispiele für DSGVO konforme Einverständniserklärungen. Für einen allgemeinen Überblick siehe: Lösungen für sensitive Daten.


Ein Datenmanagementplan dient zur Beschreibung des Umgangs mit Forschungsdaten, welche im Rahmen eines Projekts generiert oder genutzt werden. Er dokumentiert u.a. die (geplante) Erhebung, Speicherung, Verarbeitung und Veröffentlichung der Daten, ebenso wie die erforderlichen Ressourcen, rechtlichen Rahmenbedingungen und verantwortlichen Personen. Ein DMP trägt somit zur Qualität, langfristigen Nutzbarkeit und Sicherheit der Daten bei und unterstützt bei der Umsetzung der FAIR-Prinzipien Für die Erstellung und Bearbeitung von DMP bietet die MWS ihren Forschenden mit RDMO eine eigene, stiftungsweite Plattform an. Es handelt sich um eine Instanz des in der deutschen Forschungsinfrastrukturlandschaft lange etablierten RDMO (Research Data Management Organizer). Über den Hintergrund und weitere Alternativen informiert forschungsdaten.info.

Übernommen und erweitert von: Eintrag „Datenmanagementplan (DMP)“ auf forschungsdaten.info sowie Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII), Bericht des Redaktionsausschusses Begriffe an den RfII (RfII Berichte No. 1), Göttingen 2016, S. 11, Abschnitt 2.13 Forschungsdaten, Forschungsdatenmanagement


For English speaking colleagues: this page is not available in English - you find attached (see below) an English version of the guidelines/manual for RDMO (Research Data Management Organiser)


Laut der MWS-Forschungsdaten-Leitlinie sollen die MWS-Wissenschaftler:innen so früh wie möglich, spätestens jedoch zum Projektbeginn eine Plattform nutzen, um die Bedarfe ihres Forschungsprojekts zu erfassen und einen Datenmanagementplan zu erstellen. Dafür stellt die MWS den Research Data Management Organiser (RDMO) zur Verfügung. Die MWS hat dazu einen eigenen auf die Bedürfnisse der Forschenden zugeschnittenen Fragenkatalog erstellt, der im Github-Repositorium der RDMO-Communtiy veröffentlicht wurde.

Hintergrund ist, dass Förderorganisationen die Erstellung eines Datenmanagementplans (DMP) bereits in der Antragsphase erwarten. Wissenschaftliche Institutionen sind dementprechend aufgefordert, sich auf die Erfordernisse eines nachhaltigen Datenmanagements einzustellen. In der MWS wird hierfür stiftungsweit die Plattform RDMO eingesetzt.

RDMO ist an das Identitdy Access Management (IAM) der MWS angebunden und kann ohne weitere Registrierung genutzt werden, wenn Sie einen IAM-Zugang ODER eine E-Mail-Adresse der MWS besitzen, da die GWDG für uns alle E-Mail-Adressen der MWS via Academic Cloud freigeschaltet hat. 

Somit benötigen nur Benutzer*innen mit einer externen E-Mail-Adresse, die zu einem RDMO-Projekt eingeladen werden sollen, weiterhin einen manuellen Account. In diesem Fall senden Sie bitte eine Anfrage an rdmo@maxweberstiftung.de.

Bereits in der Planungsphase füllt eine am Projekt beteiligte Person (ggf. mit Unterstützung durch den Data Steward des Instituts) über diesen zentralen Dienst den Datenmanagementplan „Ersterfassung Forschungsprojekt“ aus. Dies gilt auch für Forschungsvorhaben, die voraussichtlich keine publizierbaren Foschungsdaten generieren werden. In diesen Fällen bieten wir eine Lösung für  "closed or restricted access" Daten innerhalb von perspectivia.net an.

Auch Projekte, die der Ansicht sind, gar keine Forschungsdaten zu produzieren, sollten den Ersterfassungsbogen ausfüllen

Die Angaben dienen gleichzeitig der Befüllung der Projektdatenbank der MWS , die wiederum die Basis für das Monitoring gegenüber dem BMFTR darstellt. Diese Berichtspflicht besteht aufgrund der Anforderungen des BMFTR. Neu ist, dass die Forschenden selbst dafür Verantwortung tragen, die Angaben zu ihrem Forschungsvorhaben einzugeben. Jedes Institut kann vor diesem Hintergrund eigene Verfahrensweisen und Zuständigkeiten entwickeln (siehe Kap. C) , die den jeweiligen Arbeitsabläufen vor Ort entsprechen. Auf der RDMO-Plattform der MWS stehen neben dem Ersterfassungsbogen weitere Fragebogen-Kataloge zur Verfügung, die den Maßgaben verschiedener Fördermittelgeber (z.B. DFG, Horizont Europa, BMFTR) entsprechen.

Die RDMO Plattformen steht in den Sprachen Deutsch und Englisch zur Verfügung - alle Metadatenangaben müssen in mindestens einer dieser Sprachen erfolgen. Dies gilt insbesondere für die Inhaltsbeschreibung.

Während der Projektlaufzeit können via RDMO auch Aktualisierungen an den Angaben vorgenommen werden, Laufzeiten oder Inhaltsbeschreibung und Beteiligte angepasst werden und direkt in die Projektdatenbank der MWS synchronisiert werden. Dazu beachten Sie bitte die Seite im Handbuch: Synchronisation mit MWS Projektdatenbank.

Einen ersten Überblick in Form einer Handreichung sowie eine Dokumentation und Hilfe zur Nutzung der MWS-Instanz von RDMO finden Sie unten angehängt.

Zur weiterführenden Lektüre empfehlen wir das Papier: "A Vision for Data Management Plans in the NFDI" - wo nochmals betont wird, dass es nicht mit der einmaligen Erstellung von Datenmanagementplänen (DMP) getan ist, sondern diese als living document über die Projektlaufzeit hinweg angepasst werden sollten. Gerade dafür eignet sich die Instanz von RDMO der MWS hervorragend.


Forschungsdaten sind nur nachnutzbar, wenn sie ausreichend Informationen zu ihrer Entstehung, den rechtlichen und praktischen Nachnutzungsmöglichkeiten und zum wissenschaftlichen oder sammlungsinternen Rahmen enthalten. Diese Information ist teilweise in Metadatenfeldern von Repositorien und Katalogen enthalten. Doch die Erfahrung hat gezeigt, dass dies oft ein Minimum reduziert ist: Urheber, Veröffentlichungsdatum, Titel, und wenn man Glück hat noch die Lizenz werden dort angegeben.

Die Lösung liegt in menschen- und maschinenlesbaren Datenbeschreibungen, die auch als Data-Paper oder Datasheet eine eigene Form der wissenschaftlichen Publikation darstellen.

Formen und Formate der Datenbeschreibung

Datasheet

Insbesondere für Forschungsdaten aus dem geisteswissenschaftlichen Kontext, hat Europeana und die Gruppe "Collections as data" ein Template erarbeitet, das als "Datasheets for Digital Cultural Heritage Datasets" veröffentlicht wurde. Es kann in dieser vereinfachten Form als Dokument für die Beschreibung von Datensätzen verwendet werden. Die Abfragen entsprechen teilweise den Fragen aus dem Datenmanagementplan für die MWS in RDMO. Daher ist die Arbeit am Datenmanagementplan eine gute Vorbereitung für die Veröffentlichung einer begleitenden Datenbeschreibung. Wie in RDMO müssen auch hier nur die Bereiche eingetragen werden, die für das Projekt relevant sind. Das Datasheet gibt aber eine gute Anregung, um einzuschätzen, welche Informationen für Nachnutzende wichtig sein könnten. Ziel und Kontext der Entstehung des Templates ist das materielle und digitale Kulturgut und genauer: "To facilitate communication between cultural institutions managing digital collections and all those interested in the reuse of cultural heritage datasets for academic and research purposes, datasheets for digital cultural heritage need to reflect these characteristics." (vgl. auch den entsprechenden Artikel im  Journal of Open Humanities Data)

Data Paper

Ein Data Paper gibt neben den im Datasheet (s.o.) angeregten Informationen über Format, Herkunft, etc. der Daten noch tiefgehendere Hinweise zum Forschungskontext, der Methode, der Erhebung, Sammlung oder statistischen Aussagekraft der Daten. Es kann auch kritisch die Datenqualität beleuchten und auf Probleme hinweisen, die dieser Datensatz bei der Nachnutzung ggf. erzeugen würde. Ein Beispiel für ein Data Paper aus dem geschichtswissenschaftlichen Kontext ist: "Residents of Late Nineteenth-Century Port Districts: A Comparative Dataset from Antwerp and Boston, 1880–1900" von Kristof Loockx, erschienen im Journal of Open Humanties Data. In diesem Beispiel wurde der eigentliche Datensatz auf Zenodo veröffentlicht und wird im Data Paper referenziert. Leider findet auf Zenodo keine Referenz in den Metadaten auf das Data Paper statt - dies ist jedoch dringend zu empfehlen. Statt dessen hat der Autor im Description-Feld auf Zenodo auf sein Data Paper verwiesen (dadurch kann der Link aber sehr schlecht gefunden werden und ist nicht klickbar. Auf perspectivia.net wäre in einer Kombination mit der Veröffentlichung der Daten (z. B. auf Zenodo) ebenso die Veröffentlichung eines Data Paper möglich. Doch auch wenn das Journal of Open Humanities Data oder ein anderer Ort als geeigneteres Publikationsorgan erscheinen, können im Katalog von perspecitivia.net beides, die Daten und die Beschreibung nachgewiesen werden.

Datenbeschreibung

Eine nicht-formalisierte Form der Datenbeschreibung kann als minimale Form ein Abstractfeld wie es in vielen Repositorien als Pflichtfeld existiert bedeuten (vgl. Zenodo, DARIAH-DE aber auch perspectivia.net). Hier kann (auch mehrsprachig) ein Kontext oder eine Zusammenfassung zu jeglicher Publikation (eben auch zu einem Datensatz) gegeben werden. Da wir wissen, wie zeit- und ressourcenaufwendig eine Datenpublikation sein kann, ermuntern wir dazu, als Datenbeschreibung zumindest diese Zusammenfassung auszufüllen als auch zusätzlich den Datenmanagementplan aus RDMO mit zu veröffentlichen. Dies kann in mehreren Formaten (als CSV, PDF, etc.) erfolgen. Der Datenmanagementplan wurde zu Projektbeginn ohnehin angelegt und im Laufe des Projekts empfiehlt sich immer wieder diesen zu aktualisieren, um dann bei der Datenpublikation nur noch wenig Arbeit in die Beschreibung investieren zu müssen.


Im Sinne einer guten wissenschaftlichen Praxis, den Empfehlungen der DFG und der Leitlinie für den Umgang mit Forschungsdaten innerhalb der Max Weber Stiftung und der Open Access Policy sind alle Forschenden dazu verpflichtet, ihre Forschungsdaten "über öffentlich zugängliche Netze entgeltfrei bereitzustellen". Die MWS stellt dazu die notwendige Infrastruktur und Beratung bereit. Die Publikation der Forschungsdaten macht diese zitierfähig und nachnutzbar - dabei erhalten die Forschenden als Ersteller:innen der Daten sowie als Datenkurator:innen die nötige Anerkennung für ihre Arbeit und werten auch die daraus entstandenen wissenschaftlichen Arbeiten auf.

Empfehlungen für die Forschungsdatenpublikation

Für die Open Access Publikation von Forschungsdaten werden Repositorien empfohlen und der Publikationsprozess sowie die Langzeitarchivierung sicher gestellt. Für die seltenen Fälle von rechtlich, ethisch oder aus anderen  Gründen sensitive Daten, werden ebenfalls Lösungen bereit gehalten, die dennoch eine möglichst gute Information über die Existenz und den Charakter dieser FD geben.

Zur Vorbereitung der Daten lohnt es sich, den RDMO-Fragebogen auszufüllen, den Datacite Best Practice Guide zu lesen und mit der/dem lokalen FDM-Beauftragte/n zu sprechen.

Für die strukturierte und maschinenlesbare Darstellung der Kontext-Informationen (Metadaten) zu Datenpublikationen rund um das kulturelle Erbe, lohnt sich ein Blick in die Empfehlungen zu "Datasheets" von Europeana. Hier ein Beispiel für ein Datasheet der Staatsbibliothek zu Berlin.

Empfehlungen für digitale Editionen

Für die Publikation von Quellen oder anderen Editionen bietet die MWS das QED Portal an. Näheres dazu hier.

Zur Vorbereitung der Daten lohnt es sich die Erkenntnisse des CLS-Infra Projekts zum Thema Data Sharing zu lesen!

Empfehlungen für sensitive Daten

Für wissenschaftliche Publikationen, andere Forschungsdaten sowie geschützte Forschungsdaten bietet die MWS perspectivia.net an. Näheres dazu hier.


Für alle Belange bezüglich Datenschutz und Forschungsdaten hat die MWS einen Datenschutzbeauftragten: datenschutz@maxweberstiftung.de - auch eine Beratung zur Einhaltung der DSGVO, Einverständniserklärungen bei Interviews und mehr. Siehe auch das Kapitel zu sensitiven oder geschützte Daten in diesem Praxishandbuch.

Leitfaden zum Umgang von Datenschutzanforderungen

Ein ausführlicher Leitfaden aus juristischer Sicht (FDM Initiative Niedersachsen) ist hier erschienen: Albrecht, T., & Knoke, F. (2025). Leitfäden für Wissenschaftler*innen zur Umsetzung von Datenschutzanforderungen im Forschungsprozess. Ergebnisse aus dem Projekt "FODAHEMM – Forschungsfreiheit vs. Datenschutz: Wie können Hemmnisse beseitigt werden?". Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.16939277


Am MWF Delhi ist verantwortlich für Forschungsdatenmanagement Dr. Christian Strümpell (Struempell@mwsindia.org), wissenschaftlicher Mitarbeiter

Veröffentlichungen des MWF Delhi in perspectivia.net



Neben den hauseigenen Reihen und Zeitschriften der MWS und ihrer Institute, die in perspectivia.net herausgegeben werden, gibt es je nach Fachdisziplin zahlreiche weitere OA-Publikationsformate, die wir empfehlen können.

Zeitschriften:

DH

Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften

Journal for Computational Literary Studies 

Philosophy & Digitality

magazén - International Journal for Digital and Public Humanities

Kunstgeschichte

kritische berichte

Kunstchronik. Monatsschrift für Kunstwissenschaft

Zeitschrift für Kunstgeschichte

kunsttexte.de - Journal für Kunst- und Bildgeschichte

RIHA Journal - Journal of the International Association of Research Institutes in the History of Art

21: Inquiries into Art, History, and the Visual – Beiträge zur Kunstgeschichte und visuellen Kultur

Manazir Journal, dedicated to visual arts, architecture and cultural heritage in the Middle East and North Africa (MENA)

Ostmitteleuropa

Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung / Journal of East Central European Studies (ZfO)

Osmanistik / Turkologie / Türkeikunde

Diyâr : Zeitschrift für Osmanistik, Türkei- und Nahostforschung : journal of Ottoman, Turkish and Middle Eastern studies

European journal of Turkish studies : social sciences on contemporary Turkey

Romanistik

apropos - Perspektiven auf die Romania

Jüdische Geschichte/Studien

Medaon – Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung

Zeitgeschichte

Zeithistorischen Forschungen

Datenjournal

Journal for Open Humanities Data



Eine generelle Erklärung zu Repositorien findet sich im Glossar.

Eine Auswahl an Repositorien finden Sie auch aufgeschlüsselt nach Fachdisziplinen und anderen Kriterien in Re3data.

Die Wahl des passenden Repositoriums kann angesichts der Vielfalt existierender Angebote zeitraubend und überwältigend sein. Daher bietet die Gst und die Redaktion von perspectivia.net allen Forschenden der MWS entsprechend der FD-Leitlinie eine entsprechende Beratung und übernimmt letztendlich die Entscheidung gemeinsam mit den Forschenden und entlang der festgelegten Kriterien.

Insbesondere die geisteswissenschaftlichen NFDI-Konsortien (Text+, NFDI4Culture, NFDI4Memory, NFDI4Objects) führen aktuelle kuratierte Listen von Repositorien oder bieten selbst passende FD-Repositorien zur freien und kostenlosen Nutzung für ihre Partner an (vgl. dazu diese Übersicht von Text+; und die kuratierte Liste von 4Culture).

Exemplarisch sind hier einige Repsitorien aufgeführt:

Übergreifende Repositorien

Zenodo: Generisches Repostorium, das eine Verbindung zu github bietet und in Communitys organisiert ist, z. B. Text+ oder OPERAS [LINK zu MWS Community EINFÜGEN, wenn bereit]

DARIAH-DE Repository: Formatunabhängiges Repositorium für die Geisteswissenschaften, das durch den DARIAH-DE Publikator einen eigenen Bereich für die Verwaltung, Organisation und Veröffentlichung der Daten als Kollektionen anbietet.

RADAR4Culture: Formatunabhängiges Repositorium für folgende Fächer: Architektur-, Kunst- und Musik-, Theater-, Tanz-, Film- und Medienwissenschaften

Spezifische Repositorien

TextGrid Repository: Fokus auf Textdaten in TEI XML, vor allem mit literaturwissenschaftlichem Hintergrund, in Zukunft auch Sekundärliteratur; viele integrierte Services und Anbindung an europäische Infrastruktur. Die Veröffentlichung erfolgt via eines Massenimports durch Schnittstelle oder einzeln via TextGrid Lab.

CrossAsia Open Access Repository: Publikationsserver für Asienwissenschaften (Originalbeiträge und Zweitveröffentlichungen, aber auch Forschungsdaten, Blogposts sowie Ton-, Video- und Bildmaterialien) - und damit mit einem Fokus auf wiss. Ergebnisse/ Publikationen

GESIS: Data Services für die Sozialwissenschaften: die Archivierung und Publikation von Forschungsdaten erfolgt nur durch direkte Anfrage und nach persönlicher Beratung durch GESIS

CLARIN-D Zentren: Die Datenzentren akzeptieren linguistische Text- und Sprachdaten auf Anfrage; alle CLARIN-D Zentren sind auch Teil von Text+

Zertifizierte Repositorien

Ein Auswahlkriterium für das passende Repositorium kann auch eine Zertifizierung sein. Die EU empfielt dies und unterstützt bei der Auswahl, hier eine Erklärung aus dem OpenAIRE Kontext.

Von den oben aufgeführten Repositorien sind Zenodo, DARIAH-DE, TextGrid, GESIS und einige CLARIN-D Zentren zertifiziert.


CARE-Prinzipien

Im Forschungsdatenmanagement wurden die FAIR Principles (2016) durch die CARE Principles (2019) ergänzt, um dem Desiderat zu begegnen, 
dass beim Umgang mit Daten ebenso wie mit materiellen Kulturgütern ethisch relevante Aspekte beachtet werden müssen, die deren Herkunft und Inhalt betreffen. 
Die vollständig offene und freie Bereitstellung von Daten ist zum einen nicht für alle Menschen gleich vorteilhaft und zum anderen nicht für alle Menschen in gleichem Maße zugänglich.

Die CARE Principles wurden dezidiert für die Interessen indigener Völker und deren Daten verfasst. Dabei betreffen ethische Aspekte nur das "E" in CARE. 
Darüber hinaus gilt es abzuwägen, ob die Verwendung und Veröffentlichung von Daten, die sie selbst betreffen, auch indigenen Völkern zugänglich sind (Collective Benefit).  
Das bedeutet auch, dass die Wertschöpfung aus diesen Daten der indigenen Bevölkerung selbst zugute kommt (unter Wertschöpfung kann hier auch der wissenschaftliche Erfolg gemeint sein). 
Über ihre eigenen Daten (Herkunft und/oder Inhalt) sollten indigene Völker außerdem selbst jederzeit vollständig bestimmen dürfen (Authority to Control), auch wenn diese in einem Archiv außerhalb ihres Landes aufbewahrt werden. 
Der Umgang mit Daten indigenen Ursprungs sollte demnach auch stets verantwortlich und respektvoll gegenüber ihrer Herkunft und den Menschen erfolgen (Responsibility). 
Das schließt auch ggf. eine Wissensvermittlung und einen Auftrag in data literacy sowie für technische Infrastruktur ein, wenn Forschende indigene Daten nutzen wollen. 
Letztlich fordert das "E" für Ethics in CARE eine aktive Einbindung der Betroffenen bei allen Entscheidungen über ihre Daten.

Kontext Datenkolonialismus

Hintergrund ist das Bestreben, einem Datenkolonialismus zu begegnen und diesen zu verhindern. Denn wirtschaftliche und soziale Vorteile, die sich historisch aus dem Kolonialismus ergeben, 
können im Kontext der datengetriebenen Forschung und des Forschungsdatenmanagements leicht ausgenutzt werden, um diesen Effekt zu verstärken und zu wiederholen, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Besonders die Max Weber Stiftung geht als international agierende Stiftung gemeinsam mit ihren Instituten im Ausland besonders sensibel vor und bezieht ethische Aspekte nicht nur auf die indigene Bevölkerung, 
sondern zumindest auch auf die Opfer des Nationalsozialismus weltweit. Eine explizite Ausweitung der CARE Prinzipien auf außer-indigene Anwendungsfälle wird von den Initiatoren allerdings bewusst abgelehnt 
(vgl. dazu und als Referenz dieses Abschnitts: Imeri, Sabine, und Michaela Rizzolli. „CARE Principles for Indigenous Data Governance: Eine Leitlinie für ethische Fragen im Umgang mit Forschungsdaten?“ o-bib. Das offene Bibliotheksjournal / Herausgeber VDB 9, Nr. 2 (14. Juni 2022): 1–14. https://doi.org/10.5282/o-bib/5815).

Ethische Aspekte in der NFDI

Vgl. zu ethischen Aspekten im Forschungsdatenmanagement hier auch das Kap. zum Umgang mit sensitiven Daten sowie darüber hinaus die Bemühungen der Sektion ELSA im NFDI Verein.

NFDI4Memory hat eine Expert:innen-Gruppe ELSA eingerichtet, die besonders für die historischen Institute der MWS Beratung übernimmt: Kontakt-Adresse ist: Christiane Weber vom VDH



Das Akronym FAIR setzt sich zusammen aus den Begriffen Findable, Accessible, Interoperable und Reuseable. Die damit benannten Prinzipien der Auffindbarkeit, der Zugänglichkeit, der Interoperabilität und der Wiederverwendbarkeit haben sich im Bereich des Forschungsdatenmanagements als  gemeinsamer Wertekanon etabliert. Durch die konsequente Anwendung der FAIR-Prinzipien werden die Sichtbarkeit der Daten erhöht, Forschungsergebnisse transparenter und nachvollziehbarer und die Nachnutzung von Ergebnissen befördert. Die den Prinzipien zugrunde liegenden Definitionen wurden durch die FORCE 11-Community erarbeitet und 2017 durch die Europäische Kommission in die Horizon 2020-Förderrichtlinien aufgenommen.

Übernommen und angepasst von: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB), „Die FAIR Data Prinzipien für Forschungsdaten“ sowie Eintrag „FAIRe Daten. Wie die FAIR-Prinzipien umgesetzt werden können“ auf forschungsdaten.info


Ansprechpartner für Forschungsdatenmanagement ist Luise Kahlow (kahlow@dijtokyo.org).


Die Forschenden der MWS betreiben Forschungsdatenmanagemen (FDM) gemäß den Vorgaben zur Guten Wissenschafltichen Praxis (GWP) seitens der DFG, die durch die FD-Leitlinie konkretisiert werden. Die jeweiligen Projektverantwortlichen tragen während der gesamten Projektlaufzeit (von der Planung bis zur Veröffentlichung der FD) die Verantwortung für einen angemessenen Umgang mit ihren Forschungsdaten (FD). Dies schließt die Befüllung des Data Management Plans (DMP) „Ersterfassung Forschungsprojekt“ und eine vollständige Dokumentation, Sicherung und Aufbewahrung der FD gleichermaßen ein wie – falls eine Veröffentlichung der Daten möglich ist - die Wahl eines geeigneten Repositoriums, die Verwendung offener Lizenzen sowie einschlägiger Metadatenstandards. Bei allen Schritten unterstützt die Geschäftstelle und hält dafür entsprechende Services bereit - beginnend mit der Ersterfassung zur Erstellung eines DMP via RDMO. Alle weiteren Services können erst nach der Ersterfassung angefordert werden.

Zugleich empfiehlt die MWS das Anlegen eines persönlichen persistenten Identifikators (PID, z. B. via orcid). ORCID (Open Researcher and Contributor IDentifier) bietet Persistente Identifikatoren für Personen. Für weitere Informationen s. entspr. Eintrag im Glossar.

Geltende Gesetze zum Schutz personenbezogener Daten und des geistigen Eigentums (UrhG) werden ausnahmslos beachtet. Im Rahmen von Verbundprojekten, an denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der MWS beteiligt sind, entscheidet die MWS gemeinsam mit den kooperierenden Institutionen, wie das FDM zu erfolgen hat. Die FD-Leitlinie der MWS gilt dabei als Mindeststandard, der auch dann Anwendung findet, wenn seitens der kooperierenden Institution keine FDM-Vorgaben bestehen. Bei Eintritt in die MWS sind gemäß des Onboardings die FD-Leitlinie sowie Kontakt zum institutseigenen Data Steward herzustellen. Bei Ausscheiden aus der MWS ist der Fragebogen „FDM Offboarding“ auszufüllen.


Forschungsdaten sind (digitale) Daten, die im Zuge wissenschaftlicher Vorhaben entstehen. Zu Forschungsdaten zählen u. a. Messdaten, Laborwerte, audiovisuelle Informationen, Texte, Erhebungsdaten, Objekte aus Sammlungen oder Proben, die im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit entstehen, entwickelt oder ausgewertet werden. Methodische Testverfahren, wie Fragebögen, Software und Simulationen können ebenfalls zentrale Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung darstellen und sollten daher ebenfalls unter den Begriff Forschungsdaten gefasst werden. Entstehen Forschungsdaten in Verbindung mit einer wissenschaftlichen Publikation, so ist zwischen dem auswertenden Text und den ihm zugrunde liegenden Daten eine Verknüpfung i.S. einer gegenseitigen Referenzierung herzustellen. (zit. aus DFG: Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten)

Weiterführende Hinweise unter forschungsdaten.info; speziell zu geisteswissenschaftlichen Forschungsdaten vgl. DARIAH-DE


Das Forschungsdatenmanagement umfasst sämtliche Maßnahmen, die getroffen werden müssen, um qualitativ hochwertige Daten zu gewinnen, die gute wissenschaftliche Praxis im Datenlebenszyklus einzuhalten, Ergebnisse reproduzierbar und Daten zur Nachnutzung verfügbar zu machen sowie ggf. bestehenden Dokumentationsverpflichtungen nachzukommen. (zit nach RfII)


Die Institute stellen im laufenden Forschungsprozess die für den täglichen Umgang mit FD erforderliche IT-Infrastruktur bereit, um eine sichere Aufbewahrung und die technische Verfügbarkeit von digitalen FD sicherzustellen. Dazu zählen insbesondere die Versorgung mit netzwerkfähigem Speicher, mit geeigneter Rechenleistung (Personal Computer bzw.  Bereitstellung virtueller Maschinen/Server) inklusive regelmäßigen Backups, aber auch Dienste zur Synchronisation und Versionierung von Dateien sowie zum Austausch dieser mit anderen Forschenden. Darüber hinausgehende Anforderungen müssen durch die Projektverantwortlichen im Vorfeld mit dem jeweiligen Institut und der Geschäftsstelle (GSt) abgestimmt und im Bedarfsfall durch zusätzliche Projektmittel finanziert werden. Im Rahmen des stiftungsweiten Identity and Access Management (IAM) soll es künftig möglich sein, Daten zwischen Geräten zu synchronisieren und versionieren sowie einrichtungsübergreifend mit anderen zu teilen. Als erste Anlaufstelle für projektspezifische Fragen rund um das FDM benennt jedes Institut eine Ansprechperson, die engen Kontakt zum Referenten für FDM in der GSt der MWS hält.

Anforderungsprofil und Aufgaben der FDM-Ansprechperson (Data Steward):


Ansprechpartnerin für Forschungsdatenmanagement am OII ist Bilge Karbi.

Veröffentlichungen des OII in perspectivia.net


Information und Schulung: 

Umfassende Schulungsmaterialen zur ÖAW Winter School 2026 von Christopher Pollin sowie weitere Materialien hier.

Zur Einführung lohnt sich der Blogbeitrag von Mareike König (DHIP) zu ChatGPT und Co. in den Geisteswissenschaften

Ebenso das Working Paper: "Implementing Generative AI in Historical Studies" von Cinderella Petz und Sarah Oberbichler

Zur Navigation in diesem komplexen Feld bietet der LLM Glossary einen guten Einstieg und Überblick

Fortbildungen MWS-intern für unterschiedliche Zielgruppen sind geplant. Die MWS erarbeitet einen Entwurf für eine interne Leitlinie zum Umgang mit KI.

KI kann auch genutzt werden, um Anonymisierungsverfahren für sensitive Daten zu vereinfachen: vgl. dazu: Jean-François Rivière (16. Mai 2025). Open.Oral-History. Rechtebewehrte Sammlungsobjekte. Abgerufen am 7. Dezember 2025 von https://schutzrechte.hypotheses.org/1206 

Veranstaltungen in Kooperation mit Text+ und anderen Initiativen:

Der Text+ LLM Service
KI und Large Language Models: neue Impulse für die Hochschullehre in der Romanistik
Effektives Prompting für LLMs in der Romanistik
KI statt Crowd? Neue Perspektiven auf linguistische Spracherhebung in der Romanistik
“Do they really guide? Guidelines for the use of LLMs in scholarly publishing”

Leitfaden der DFG:

Im September 2023 hat die DFG eine Stellungnahme zum Einsatz von KI in der Wissenschaft veröffentlicht.

Im April 2026 hat die DFG einen Leitfaden zum Einsatz von KI bei der Begutachtung veröffentlicht

Außerdem wurde eine Ad-hoc AG des Senats zum "digitalen Wandel" eingerichtet, die Kontext einer ganzen Reihe von Maßnahmen für Open Science steht.

Angebote aus der Wissenschaft:

Chatbot LLM Service unseres Partners GWDG mit entsprechendem Fokus auf Datenschutz.

Initiative: Humanities for AI des Centre for Digital Humanities @ Princeton


Anders als Repositorien, die ihre Daten für die sofortige Nutzung bereithalten, dient ein Langzeitarchiv der langfristigen Aufbewahrung von Daten, die möglicherweise nicht häufig abgerufen oder aktiv genutzt werden. 
Eine Lösung für Langzeitarchivierung mit Bitstream-Preservation wird derzeit beispielsweise im Rahmen des NFDI-Konsortiums Text+ entwickelt, siehe hierzu das
Text+ Langzeitarchiv.

Die besondere Herausforderung im Forschungsdatenmanagement liegt hier in der Auswahl und Priorisierung von Daten, die dem Langzeitarchiv übergeben werden sollen.


Eine Lizenz ist ein vertraglich vereinbartes Nutzungsrecht, welches die möglichen Nutzungsszenarien eines Werkes (z.B. kopieren, speichern, bearbeiten, digital zugänglich machen) regelt und mit einer Lizenzgebühr verbunden sein kann. Im Sinne der FAIR-Prinzipien sind für Forschungsdaten freie Lizenzen zu verwenden, welche eine unentgeltliche Nutzung gestatten. Auch bei freien Lizenzen kann jedoch der Verwendungszweck eingeschränkt oder an bestimmte Bedingungen geknüpft sein. Um die Modalitäten der Nachnutzung einfacher handhabbar zu machen, gibt es standardisierte Lizenzen. Häufig verwendete freie Lizenzen sind Creative Commons (CC) für Texte, Abbildungen und Daten, GNU General Public License (GPL) für Software und Open Data Commons (ODC) für Datenbanken. (übernommen und angepasst nach forschungsdaten.info)- Beachten Sie, dass die Lizenzvergabe des Urhebers als Open Access und Creative Commons nicht wiederrufbar ist. 

Zur Weiteren Lekture zu empfehlen: Klimpel, Paul. Folgen, Risiken und Nebenwirkungen der Bedingung »nicht-kommerziell – NC«. Herausgegeben von Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung und Freien Wissens e. V. Berlin, 2012.

Ein nützlicher Überblick in englischer Sprache findet sich beim niederländischen OA-Network.


Ansprechpartner für Forschungsdatenmanagement ist Matthias Ammon,  Bibliotheksleiter.

Veröffentlichungen des DHI London in perspectivia.net


Für datenschutzrechtlich, ethisch oder urheberrechtlich relevante Daten können folgende Maßnahme bereits vor und während der Datenerhebung getroffen werden:

Für personenbezogene und ethisch sensitive Daten:

Bereits im Vorfeld von Interviews, anderen Datensammlungen wird empfohlen den DARIAH ELDAH Consent Form Wizard (CFW) zu verwenden. Eine Beschreibung des Tools findet sich hier. Generell gilt, dass für wissenschaftliche Zwecke personenbezogene Daten wenn möglich anonymisiert erhoben werden sollten (s.u.) oder im Nachgang anonymisiert und nur in dieser Form aufbewahrt werden. In Fällen, in denen dies nicht möglich ist, sammeln wir Beispiele für DSGVO konforme Einverständniserklärungen aus den Instituten der MWS hier.  Detaillierte Informationen und weitere Beispiele finden sich auf forschungsdaten.info oder in der Handlungsempfehlung der HWR Berlin.

In jedem Fall empfehlen wir eine explizite Einwilligung einzuholen, personenbezogene Daten auch über 10 Jahre hinaus aufbewahren zu dürfen oder sie ggf. auch veröffentlichen zu dürfen (vgl. dazu §27 DSGVO). Für den Fall, dass Betroffene eine Löschung ihrer Daten wünschen oder es versäumt wurde die 10-Jahres-Regel zu umgehen, haben wir in der MWS einen Prozess zur Aufbewahrung und Löschung von personenbezogenen Daten definiert, der hier eingesehen werden kann.

Die Frage, ob die Daten ethisch relevant sind von einer Ethikkommission geprüft werden sollten, stellt sich nicht nur im Kontext des Gesundheitswesens, sondern insbesondere im Kontext indigener Kulturen und post-kolonialen Zusammenhängen im weiteren Sinne (vgl. CARE Prinzipien). Beispielsweise das Veröffentlichen von Daten, die Kulturgüter des Global South betreffen, ist mit besonderer Sorgfalt anzugehen. Eine Zusammenstellung zum Thema Forschungsethik bietet das NFDI-Konsortium KonsortSWD.

Anonymisierung und Pseudonymisierung können erforderlich sein. Dazu bieten OpenAIRE das Tool Amnesia.

Information zur Anonymisierung und Pseudonymisierung der Stiftung Datenschutz.

Nach erfolgreicher Anonymisierung/Pseudonymisierung können die Daten ggf. frei veröffentlicht werden oder je nach Art der Daten unter restricted, closed oder embargo Access beispielsweise in Zenodo veröffentlicht werden (vgl. dazu eine Anleitung hier). Zenodo vergibt auch in diesem Fall eine DOI, die an perspectivia.net für die Katalogisierung der FD weitergegeben werden muss (dies ist Aufgabe des Forschenden).

Einen generellen Überblick zu dem Thema bietet auch hier die Plattform forschungsdaten.info.

In jedem Fall sollte bei datenschutzrechtlich relevanten Fällen möglichst frühzeitig Rücksprache mit dem Datenschutzbeauftragten der MWS gehalten werden.

Für urheberrechtlich geschützte Daten:

Es ist zu erwägen die Rechte ggf. zu erwerben bzw. für den Zweck einer OA eine entsprechende Gebühr zu zahlen. Dabei gilt zu bedenken, dass für digitale OA-Publikationen diese Gebühr erheblich höher als bei print-Erzeugnissen ausfallen kann.

Im Fall von Textdaten sollte die Möglichkeit abgeleiteter Textformate genutzt werden (Mehr zu dem Thema hier und in dieser Text+ User Story)

Im Fall von audiovisuellen Daten bietet die Knowledge Base von NFDI4Culture weitere Informationen.

Eigenes Repositorium für sensitive Daten in der MWS (referenziert in perspectivia.net):

Nicht-öffentlich zugängliche Daten werden (entweder aus rechtlichen oder ethischen Gründen) zentral in der MWS langfristig aufbewahrt. Dabei wird sicher gestellt, dass sowohl Betroffene als auch Personen mit einem berechtigten Interesse, Zugriff auf die DAten haben.

Wie für alle anderen Forschungsdaten erfolgt eine Referenzierung und Beschreibung (z. B. in Form eines Datasheet oder Data Papers) in perspectivia.net. Hier werden nur die Metadaten (Titel, Autor, Entstehungsdatum, Ort, Beschreibung) anzeigt und mit einer DOI auffindbar gemacht. Zusätzlich können weitere Beschreibungen der Daten erfolgen so weit es rechtlich und ethisch angebracht ist. So wird die Existenz der Daten angezeigt, sie werden persistent referenzierbar, bleiben aber unzugänglich.

Forschende melden ihren Bedarf via RDMO an und schreiben für eine Beratung diesbezüglich an: fdm-perspectivia@maxweberstiftung.de


Metadaten sind alle Informationen, die Nachnutzenden helfen, die Daten zu verstehen, zu kontextualisieren und wieder zu verwenden. Dazu gehören Angaben zu Ort, Zeit, Urheberschaft, Lizenz, Umfang, Format und Ursprung sowie vieles mehr.

In RDMO der MWS werden daher Metadaten bereits bei der Planung des Projekts abgefragt:

Wir empfehlen, für die Beschreibung der Forschungsdaten ist auf ein etabliertes Metadatenschema zurückzugreifen. Als generisches, d.h. fachübergreifendes Metadatenschema empfiehlt sich beispielsweise DataCite. Eine Übersicht über disziplinenspezifische Metadatenschemata wird von der Arbeitsgruppe Metadaten der Research Data Alliance (RDA) angeboten.
Oftmals geben Repositorien ein Metadatenschema vor, das nicht angepasst werden kann (beispielsweise DublinCore als Mindeststandard im DARIAH-DE Repository).
Projekte, die spezifische Metadaten mitgeben möchten, können dies integriert in Formaten wie XML oder spezifisch in TEI XML für Textdaten hinterlegen - unabhängig vom Metadatenschema des Repositoriums. Falls ein integriertes Format nicht möglich ist, sollten Metadaten dennoch in einem möglichst maschinenlesbaren und wiederverwendbaren Format wie z. B. tabellarisch als CSV mit veröffentlicht werden. Auch Bibliographien und Quellenverzeichnisse sind Metadaten, die ein Korpus begleiten. Diese sollten nicht nur als Literaturverezeichnisse die gedruckte Studie begleiten, sondern auch die Datenpublikation.

QED - Quellen und Editionen

Für digitale Editionen und Quellen auf QED wird die Integration der Metadaten in den TEI XML Dokumenten erwartet. Zusätzlich werden bibliographische Daten in METS-MODS XML erzeugt. Es kann eine Eingabemaske für die Metadaten projektspezifisch erarbeitet werden (dies muss allerdings auf das Projektbudget verbucht werden).

Perspectivia.net

Vor einer Publikation auf perspectivia.net prüft die GSt die zugehörigen Metadaten auf formale Korrektheit und bietet bei Bedarf Beratung an zur Normierung sowie zur Anreicherung der Metadaten mit universellen Normvokabularen. 
Formale Korrektheit bedeutet, dass die Metadaten dem zugrundeliegenden bzw. für das Repositorium erforderlichen Schema entsprechen. Wird eine über die generische Beschreibung hinausgehende disziplinspezifische 
Tiefenerschließung der Daten gewünscht, so sind die dazu erforderlichen Projektmittel von den Projektverantwortlichen bereitzustellen.

Sensibilisierung für blinde Flecken und Diskriminierung in Metadaten

Jüngst hat das Projekt Stadt.Geschichte.Basel ein Handbuch zur Erstellung diskriminierungsfreier Metadaten für historische Quellen und Forschungsdaten heraus gebracht, das insbesondere für die historisch arbeitenden Institute innerhalb der MWS von Interesse ist.


Metadaten bezeichnen alle zusätzlichen Informationen, die zur Interpretation der eigentlichen Daten, z. B. Forschungsdaten notwendig oder sinnvoll sind und die eine (automatische) Verarbeitung der Forschungsdaten durch technische Systeme ermöglichen. Metadaten werden daher oft als 'Daten über Daten'; bezeichnet und dienen dazu, die unterschiedlichen Informationen zu digitalen Objekten zu kategorisieren und zu charakterisieren: Technische Metadaten beinhalten z.B. Angaben zu Datenvolumen und Datenformat und sind für eine nachhaltige Datenspeicherung von zentraler Bedeutung. Deskriptive Metadaten geben Auskunft über die in digitalen Objekten enthaltenen (z.B. wissenschaftlichen) Informationen und entscheiden damit über deren Auffindbarkeit, Referenzierung und Nachnutzbarkeit. Sie lassen sich wiederum unterscheiden in formale und inhaltserschließende Metadaten. Während erstere mit Angaben wie bspw. Titel, Autorschaft oder Lizenz der generischen Erschließung dienen, ermöglichen letztere die Erfassung von fachspezifischen Informationen zu den Daten. (übernommen und angepasst nach forschungsdaten.org).

Die Unterscheidung von Metadaten und Forschungsdaten ist eine künstliche, daher hat sich heute die Schreibweise (Meta)daten etabliert (siehe dazu auch das Sektionskonzept Meta(daten), Terminologien und Provenienz der NFDI).


Ein Metadatenschema organisiert die Struktur von Metadaten. Es legt fest, welche Elemente zur Beschreibung von analogen und digitalen Objekten wie Forschungsdaten verpflichtend sind, und welche Informationen in welchem Format angegeben werden sollen. Ein standardisiertes Datenschema vereinfacht die Dateneingabe und erhöht die Qualität der Metadaten. Vor allem aber ermöglichen strukturierte Metadaten die Maschinenlesbarkeit und den Austausch von Informationen zwischen verschiedenen Anwendungen und gewährleisten eine langfristige Nachnutzbarkeit. Um diese zu erhöhen, wird die Verwendung etablierter Schemata empfohlen. Für die generische, d.h. disziplinübergreifende Beschreibung von Forschungsdaten lassen sich (in Auswahl) DataCite, Dublin Core, MODS und METS anführen, für eine fachspezifische bspw. CIDOC CRM, TEI-XML (u.a. DTABf) und MEI-XML. (übernommen und erweitert aus forschungsdaten.info).


Das Merkblatt des MWN Osteuropa zum Umgang mit Forschungsdaten ist aktuell in Bearbeitung und wird nach Fertigstellung hier eingestellt.

Ansprechpartnerin für das Thema ist derzeit Birte Kohtz (birte.kohtz@mws-osteuropa.org).

Veröffentlichungen des MWN Osteuropa in perspectivia.net


Auch wenn Sie ihre Forschungsdaten in einem MWS-externen Fachrepositorium publizieren, sollten die Metadaten in der Open Access Plattform der MWS: perspectivia.net aufgenommen werden.

Dazu gibt es verschiedene Varianten:

  1. Im Eintrag in perspectivia.net werden manuell Metadaten auf Grundlage eines Persistens Identifiers (z. B. DOI) eingetragen: Kurzbeschreibung (Abstract), Autor:innen, Verweis auf das Institut und ggf. das Projekt und weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen

  2. Zusätzlich können Sie an gleicher Stelle z.B. einen Projektbericht (den Sie für das interne Monitoring ohnehin angefertigt haben) oder eine ausführlichere Beschreibung der Daten (Data-Paper) veröffentlichen.

  3. In Zukunft ist ein automatisches Harvesting der Metadaten aus der Forschungsdatenpublikation aus anderen Repositorien via Schnittstelle geplant (z. B. mit einer Zenodo-Community des Instituts, vgl. dazu Poster und Paper von 2025).

Zusätzlich ist die Integration Ihrer Forschungsdaten in die wissenschaftliche Publikation zu empfehlen. In einer sogenannten Enhanced Publication können Sie, falls Sie in einer Reihe oder einer Zeitschrift auf perspectivia.net publizieren, dort auch den Verweis auf die Forschungsdaten in den Metadaten anbringen, um so beides dauerhaft findbar und nachnutzbar, insgesamt FAIR zu machen. Um schon vor der Veröffentlichung des wissenschaftlichen Artikels o.ä. auf die Forschungsdaten im Text zu verweisen, geben viele Repositorien die Möglichkeit, eine DOI vorab zu reservieren.


Alle Publikationen eines MWS-Instituts werden auf perspectivia.net in einer eigenen Seite vorgestellt: unterteilt nach Publikationsreihen, Quelleneditionen und Forschungsdaten.  Siehe unter dem Menüpunkt "Über uns", "Herausgebende Institutionen".


Daten speichern, verarbeiten, analysieren und veröffentlichen kostet nicht nur Speicherplatz auf Servern, sondern auch je nach Art der Daten und der benötigten Software unterschiedliche Mengen an Energie (Strom).

Mit diesem Thema setzt sich die DHd-AG Greening DH auseinander. Dies fällt unter das Oberthema der Nachhaltigkeit, das auch die MWS in ihrem Nachhaltigkeitskonzept berücksichtigt.

Empfehlung zur Lektüre:

Jüngst ist ein Leitenfaden zur Datensparsamkeit erschienen, der einen guten Einstieg in das Thema gibt.


Die Auswahl der zu veröffentlichenden FD liegt bei den Projektverantwortlichen. Die GSt unterstützt die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der MWS beim Auswahlprozess. Bei der Entscheidung für ein geeignetes Repositorium zur Veröffentlichung der Daten sind in Einklang mit §12a EGovG folgende Merkmale von zentraler Bedeutung:

Die MWS bietet mit der stiftungsweiten Publikationsplattform perspectivia.net ein Repositorium, das die oben genannten Anforderungen erfüllt. Für Forschungsprojekte mit editorischer Ausrichtung steht außerdem eine eigene Publikationsplattform zur Verfügung. Für FD, die als Datenpublikation gewertet werden, wählt die Redaktion perspectivia.net ein den Anfor­derungen entsprechendes Repositorium aus. Eine Auswahl dazu wird in diesem Handbuch laufend aktualisiert und kuratiert. In diesem Fall veranlassen die Projektverantwortli­chen anschließend einen referenzierenden Eintrag auf perspectivia.net.

Für Projekte mit editorischer Ausrichtung bietet die MWS mit QED unter dem Dach von perspectivia.net eine eigene Publikationsplattform an. Die den dort eingebundenen Projekten zugrundeliegenden Forschungsdaten werden auf perspectivia.net veröffentlicht.

Für alle Datenveröffentlichungen gilt, dies bereits vor Beginn der Projektlaufzeit gegenüber der GSt durch den Ersterfassungsbogen in RDMO zu signalisieren.

Für die Beratung hinsichtlich eines passenden Repositoriums können sich die Forschenden der MWS an fdm-perspectivia@maxweberstiftung.de wenden.

Ferguson, Lea Maria, und Antonia C Schrader. „Open Science & Reproducibility“. 9. Juni 2022. https://events.hifis.net/event/426/contributions/2004/attachments/581/977/20220609_OpenScience-Reproducibility_Ferguson_Schrader.pdf.


Die Open Research and Contributor (ORCID) -iD  ist ein international anerkannter persistenter Identifikator, mit dessen Hilfe Forschende eindeutig identifiziert werden können. Die iD ist verlagsunabhängig und kann dauerhaft sowie institutionsunabhängig von Forschenden für ihren wissenschaftlichen Output verwendet werden. Sie besteht aus 16 Ziffern, die in vier Viererblöcken dargestellt sind (z.B. 0000-0002-2792-2625). Die ORCID-iD ist als Identifizierungsnummer bei zahlreichen Verlagen, Universitäten und wissenschaftsnahen Einrichtungen etabliert und wird in den Workflow z. B. bei der Begutachtung von Zeitschriftenartikeln integriert.

Um ORCID in Deutschland zu fördern, wurde das Projektvorhaben „ORCID DE – Förderung der Open Researcher and Contributor ID in Deutschland“ gebildet und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Anfang 2016 für drei Jahre gefördert.
Ziel des DFG-Projekts ORCID DE ist es, die vielerorts erwogene Implementierung der ORCID-iD an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen durch einen übergreifenden Ansatz nachhaltig zu unterstützen.

In der FD-Leitlinie der MWS wird die Einrichtung einer ORCID-ID für alle Forschenden der MWS empfohlen.


Veröffentlichungen des DFK Paris in perspectivia.net


Verantwortlich am DHIP für Forschungsdatenmanagement ist Dr. Sven Ködel, stv. Bibliotheksleiter.

Veröffentlichungen des DHIP in perspectivia.net


Als Persistenten Identifikator (Persistent Identifier; PID) versteht man im Forschungsdatenmanagement einen dauerhaften (d.h. persistenten), digitalen Identifikator, bestehend aus Ziffern und/oder alphanumerischen Zeichen, der einem Datensatz (oder einem anderen digitalen Objekt) zugeordnet wird und direkt auf diesen verweist. Häufig verwendete Identifikator-Systeme sind DOI (Digital Object Identifier), Handle und URN (Uniform Resource Name). Im Gegensatz zu anderen seriellen Identifikatoren (bspw. URL-Adressen) verweist ein Persistent Identifier auf das Objekt selbst und nicht auf seinen Standort im Internet. Ändert sich der Standort eines mit einem Persistent Identifier assoziierten digitalen Objekts, so bleibt der Identifikator derselbe (Resolving). Es muss lediglich in der Identifikator-Datenbank der URL-Standort geändert oder ergänzt werden. So wird sichergestellt, dass ein Datensatz dauerhaft auffindbar, abrufbar und zitierbar bleibt (übernommen und angepasst aus forschungsdaten.info); vgl. für weiterführende Informationen Buddenbohm/Eckart 2020


Neben dem Publikationsserver besitzt perspectivia.net seit 2014 ein eigenes Quellenportal. Zwischen 2014 und 2018 entstanden unter quellen.perspectivia mehrere Editionen. Seit 2020 wurde um neueren Ansprüchen und Standards gerecht zu werden ein weiteres Portal auf MyCoRe-Basis geplant. Dieses neue Portal für Quellen und Editionen der MWS (QED) https://qed.perspectivia.net/ ist in einer Betaversion seit Mitte 2023 bereits erreichbar, und beinhaltet zunächst 3 Testprojekte.

Das Portal für Quellen und Editionen der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (QED) innerhalb von perspectivia.net bietet einzelnen Projekten aus den Instituten der MWS die Möglichkeit, eigene Quelleneditionen möglichst selbständig und ohne externe Hilfe zu erstellen. Es handelt sich um ein speziell konfiguriertes Repositorium für einfach gestaltete digitale Editionen, die ausdrücklich nicht die Mittel eines dezidiert digitalen Editionsprojektes zur Verfügung haben. Aktuell sind drei Pilotprojekte vorbereitet, wovon zwei noch in Bearbeitung sind. Die Plattform ist noch eine Beta-Version und noch nicht via perspectivia.net verlinkt und angekündigt.

Die Pilotprojekte sind folgende:

  1. Gallia Pontificia Online

  2. Languages of Diplomacy

  3. Soviet Survivors

Anfragen zu neuen Editionsprojekten können aus allen Instituten der MWS an folgende Kontaktadresse gerichtet werden: fdm-perspectivia@maxweberstiftung.de

Nähere Erklärung zur Nutzung des Portals im Anhang auf deutsch und englisch.

Wir unterstützen Forschende, die noch nicht mit dem passenden Zielformat für das Portal (XML-TEI im Basisformat des Deutschen Textarchivs: DTABf). So bietet unser Kollege Daniel Burckhardt (DHI Washington) eine Einführung zum Thema Re-Edition im Rahmen eines 4memory Video-Tutorials. In der gleichen Veranstaltungsreihe kann der Beitrag von Jacob Benz und Stefan Büdenbender zum TEI-Editor Leaf Writer.

Das QED Portal wurde erstmals im Rahmen der DH2024 beim Panel zu "Sustainability of Digital Publishing Platforms" vorgestellt. Ein vorproduziertes Video dazu kann hier betrachtet werden.


Das vorliegende “Praxishandbuch Forschungsdatenmanagement” der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) spezifiziert die aus der “Leitlinie für den Umgang mit Forschungsdaten innerhalb der MWS” (veröffentlicht in deutscher und englischer Fassung auf Zenodo) sowie die aus der "Grundsätzen der MWS zu Open Science und Open Access" resultierenden Verfahren und Verantwortlichkeiten näher. Im November 2024 hat der Stiftungsrat der MWS außerdem zusätzlich die Open Science und Open Access Policy verabschiedet (auch in englischer Fassung auf Zenodo veröffentlicht)

Hier werden im Sinne eines Nutzerhandbuchs weitere Informationen zu den einzelnen Forschungsdateninfrastrukturangeboten der MWS übergreifend (Geschäftsstelle) und institutsspezifisch bereit gestellt. Durch die gute Anbindung und Vernetzung der MWS in die Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI), den Verein für Geistes- und Kulturwissenschaftliche Foschungsinfrastrukturen e. V. (GKFI) , europäische Verbünde (wie DARIAH oder OPERAS) sowie übergreifende Informationsangebote wie forschungsdaten.info wird außerdem darüber hinaus gezielt auf deren Angebote verwiesen und diese nachgenutzt. Darüber hinaus empfiehlt sich vor allem im Rahmen von Drittmittelanträgen die disziplinenspezifischen Empfehlungen der DFG zu beachten.

Das Praxishandbuch besitzt gleichermaßen wie die Leitlinie stiftungsweite Gültigkeit und Verbindlichkeit für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Institute der MWS.

Inhalt

A - Verantwortlichkeiten

Forschende

Institute

B - Zentrale FDM Services der Geschäftsstelle

Beratung und Schulung

Aktuelle Veranstaltungen
Angebote der NFDI
Angebote zu Data Literacy aus allen Verbünden
Barrierefreiheit in allen Angeboten der MWS: Publikationen, Webseiten etc. - eine Materialsammlung
Künstliche Intelligenz, Large Language Models, Chatbots
Ökologische Aspekte - Grünes Datenmanagement

Q&A Forschungsdatenmanagement

Datenmanagement mit RDMO

RDMO- Beispielfragebögen
RDMO - Schulungsmaterialien
Synchronisation mit MWS Projektdatenbank

Datenpublikation

Closed or restricted access

Lösungen für sensible oder geschützte Daten
Beispiele für DSGVO konforme Einverständniserklärungen

Daten-Paper / Datasheet / Datenbeschreibung
Open Access

Empfohlene Forschungsdatenrepositorien
Nachweis in perspectivia.net

Ethische Aspekte

Langzeitarchivierung

Metadaten

Publikationsservice in perspectivia.net

Empfehlungen für wissenschaftliche Publikationen in Open Access
Zweitveröffentlichung und Autor:innenrechte

QED - Portal für Quellen und Editionen

Rechtliche Aspekte

Umgang mit Archivmaterial
Ungekläre Urheberschaft - Orphan Works
Datenschutz und Forschungsdaten

C - Institutsspezfische Aspekte

Beirut (OIB)
Delhi (MWF Delhi)
Istanbul (OII)
London (DHI)
MWN Osteuropa
Paris (DFK)
Paris (DHI)
Rom (DHI)
Tokyo (DIJ)
Warschau (DHI)
Washington (DHI)

Q&A Forschungsdatenmanagement

D - Glossar


Die Max Weber Stiftung betreibt seit 2008 die digitale Publikationsplattform perspectivia.net. Sie versteht sich als ein internationales, epochenübergreifendes und interdisziplinäres Portal für geisteswissenschaftliche Publikationen. Als Infrastruktur der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland werden hier von den Instituten und ihren Kooperationspartnern herausgegebene Publikationen frei zugänglich gemacht.

Seit 2017 basiert der Publikationsserver von perpectivia.net auf der Repositoriensoftware MyCoRe und wird zusammen mit der VZG Göttingen betrieben.

Zu den Publikationstypen zählen vollständige Schriftenreichen und Zeitschriften (Monographien, Sammelbände, Workingpaper, Sammelbände, Vorträge, Essays, Rezensionen usw.), die von den Instituten und ihren Partnern herausgegeben werden, aber auch Einzelpublikationen.

Das Publikationsformat ist PDF/A (Archivstandard). Nach Rücksprache können auch andere Dateiformate publiziert werden (Audio/Video/Tabelle).

In den Instituten zählen die Publikationsabteilungen und zuständige Mitarbeiter als Ansprechpartner. Die Redaktion von perspectivia.net bietet umfassende Beratung bei der Planung und Durchführung von Publikationsprojekten an und unterstützt bei der formalen Erstellung und Veröffentlichung in perspectivia.net. Die Redaktion kooperiert mit Bibliotheken und Fachinformationsdiensten. Zusammen mit der UB Heidelberg werden Hybridpublikationen realisiert und digitale Zeitschriften mit der Software Open Journal Systems umgesetzt.

In externen Repositorien publizierte Forschungsdaten oder externe Quelleneditionen können auch mit einem Metadateneintrag in perspectivia.net verzeichnet werden.

Kontakt perspectivia@maxweberstiftung.de


(Erste Antworten von Nanette Rißler-Pipka, 04.04.2024)

Q: Wie funktioniert die Verknüpfung der Projektdatenbank mit der RDMO Plattform? Müssen alle Fellows Nanette anschreiben, damit der Eintrag in der Projektdatenbank mit der RDMO Plattform verknüpft wird?
A: Nein, die Eingabe der Projekte kann von den Forschenden selbständig erfolgen. Die Synchronisierung mit der MWS-Projektdatenbank funktioniert montalich automatisch. Alleinige Eingabe (Projekterstellung und Änderung) erfolgt in RDMO! Bis zur Anbindung des Instituts ans IAM der MWS ist eine Accounterstellung via mail an
rdmo@maxweberstiftung.de weiter nötig. Siehe auch hier im Handbuch.

Q: Wie soll ich Material in meinem Forschungsdatenmanagementplan angeben, das geschützte Daten enthält?
A: Die Daten selbst werden ja nicht im DMP (Datenmanagementplan) eingegeben, sondern nur die Information darüber, dass im Projekt diese Art von Daten zu erwarten sind. (s. Frage bzgl. Datenschutz in RDMO). In RDMO wird auch weiter abgefragt, ob eine Anzeige an die Ethikkommission und den Datenschutzbeauftragten der MWS nötig ist oder nicht. Wenn dies mit ja beantwortet wird, sollte das Projekt darüber das RDMO-Team und ggf. den Datenschutzbeauftragten informieren: rdmo@maxweberstiftung.de und datenschutz@maxweberstiftung.de

Q: Sind Bibliografien Teil meiner Forschungsdaten?
A: Ja, können sie sein. Die Entscheidung darüber liegt zuletzt beim Forschungsprojekt. Meist werden Bibliographien bereits in den wissenschaftlichen Publikationen mit veröffentlicht. Aber zur besseren Nachnutzung ist ein Tool wie z.B. Zotero zu empfehlen, wo kollaborativ im Projekt an der Bibliographie gearbeitet werden kann und diese während des Projektverlaufs oder nach Abschluss öffentlich online gestellt werden kann. Damit wäre bereits ein Teil der Forschungsdaten öffentlich zugänglich.

Q: Können wir ein paar Modellpläne für unterschiedliche Projekte an unserem Institut bereitstellen?
A: Aufgabe Katharina Hering folgt...

Q: Wem gehören meine Forschungsdaten?
A: Das kommt auf die Art der Forschungsdaten an. Nur ein kleiner Prozentteil der Daten ist üblicherweise nur von einer Person oder einer Projektgruppe originär im Sinne des Urheberrechts allein erstellt. Das Urheberrecht bleibt in dem Falle immer bei den Urhebern (Forschenden), allerdings kann die arbeitgebende Institution (in dem Fall die MWS) von ihren Mitarbeitenden verlangen, dass alle selbst geschaffenen und nachgenutzten oder bearbeiteten Forschungsdaten nach Ende und auch während der Beschäftigung entsprechend den Regeln der Forschungsdatenleitlinie öffentlich frei zugänglich gemacht werden. Dabei muss sich die MWS nach den geltenden Gesetzen in Deutschland richten. Sie besitzen als Forschende also weiterhin die Urheberschaft über ihr geistiges Eigentum, aber die Ergebnisse und alle in Vorbereitung produzierten und genutzten Daten ihrer öffentlich finanzierten Arbeit müssen auch in vollem Umfang veröffentlicht werden, soweit es nicht gegen andere gesetzliche oder ethische Regeln verstößt.


FAQ - Themen

Q: Sind Bibliografien und/oder Literaturlisten Teil meiner Forschungsdaten?
A: Ja, können sie sein. Die Entscheidung darüber liegt zuletzt beim Forschungsprojekt. Meist werden Bibliographien bereits in den wissenschaftlichen Publikationen mit veröffentlicht. Aber zur besseren Nachnutzung ist ein Tool wie z.B. Zotero zu empfehlen, wo kollaborativ im Projekt an der Bibliographie gearbeitet werden kann und diese während des Projektverlaufs oder nach Abschluss öffentlich online gestellt werden kann. Damit wäre bereits ein Teil der Forschungsdaten öffentlich zugänglich.

Q: Wem gehören meine Forschungsdaten?
A: Das kommt auf die Art der Forschungsdaten an. Nur ein kleiner Prozentteil der Daten ist üblicherweise nur von einer Person oder einer Projektgruppe originär im Sinne des Urheberrechts allein erstellt. Das Urheberrecht bleibt in dem Falle immer bei den Urhebern (Forschenden), allerdings kann die arbeitgebende Institution (in dem Fall die MWS) von ihren Mitarbeitenden verlangen, dass alle selbst geschaffenen und nachgenutzten oder bearbeiteten Forschungsdaten nach Ende und auch während der Beschäftigung entsprechend den Regeln der Forschungsdatenleitlinie öffentlich frei zugänglich gemacht werden. Dabei muss sich die MWS nach den geltenden Gesetzen in Deutschland richten. Sie besitzen als Forschende also weiterhin die Urheberschaft über ihr geistiges Eigentum, aber die Ergebnisse und alle in Vorbereitung produzierten und genutzten Daten ihrer öffentlich finanzierten Arbeit müssen auch in vollem Umfang veröffentlicht werden, soweit es nicht gegen andere gesetzliche oder ethische Regeln verstößt. Dazu sind auch diese Folien der UB Würzburg interessant, siehe auch Veranstaltungen Love Data Week. Weiterführender Literaturhinweis dazu: Brettschneider 2020 und auch diese Schulung von DataAffairs.  Wer noch weiter in juristische Details einsteigen möchte, hier ein Literaturhinweis: Friederike Knoke: Subjektive Rechte an Forschungsdaten. Tübingen: Mohr Siebeck, 2023.

Q: Wie funktioniert die Verknüpfung der Projektdatenbank mit der RDMO Plattform? Müssen alle Forschenden das RDMO-Team anschreiben, damit der Eintrag in der Projektdatenbank mit der RDMO Plattform verknüpft wird?
A: Nein, die Eingabe der Projekte kann von den Forschenden selbständig erfolgen. Die Synchronisierung mit der MWS-Projektdatenbank funktioniert monatlich automatisch. Alleinige Eingabe (Projekterstellung und Änderung) erfolgt in RDMO! Bis zur Anbindung des Instituts ans IAM der MWS ist eine Accounterstellung via mail an rdmo@maxweberstiftung.de weiter nötig. Siehe auch hier im Handbuch.

Q: Wie soll ich Material in meinem Forschungsdatenmanagementplan angeben, das geschützte Daten enthält?
A: Die Daten selbst werden nicht im DMP (Datenmanagementplan) eingegeben, sondern nur die Information darüber, dass im Projekt diese Art von Daten zu erwarten sind. (s. Frage bzgl. Datenschutz in RDMO). In RDMO wird auch weiter abgefragt, ob eine Anzeige an die Ethikkommission und den Datenschutzbeauftragten der MWS nötig ist oder nicht. Wenn dies mit ja beantwortet wird, sollte das Projekt darüber das RDMO-Team und ggf. den Datenschutzbeauftragten informieren: rdmo@maxweberstiftung.de und datenschutz@maxweberstiftung.de

Q: Was sind eigentlich Forschungsdaten?


Der Fragenkatalog der MWS wurde hier veröffentlicht in der Version 1.2 am 13.10.2025.

Der Fragenkatalog des NFDI-Konsortiums Text+ basiert auf einer früheren Fassung des MWS-Katalogs und wird hier in einem Blogbeitrag vorgestellt: Eva-Maria Gerstner, Timo Henne, Melina Jander, Sandra König: RDMO in Text+. Text+ Blog, 27.11.2024, https://textplus.hypotheses.org/11685.

Auch das NFDI-Konsortium 4Memory arbeitet an einer fachspezifischen Variante, die auf der DFG-Checkliste basiert, die ebenfalls hier (s.u. DFG) und im RDMO der MWS abgerufen werden kann.


Datum

Thema

Link zu Folien / Aufzeichnungen

2025-09-17

Einführungsvideo RDMO in der MWS

Video auf deutsch, Video in English

2025-09-17

Praxislabor Historikertag Bonn, Datenmanagement planen – in den Geschichtswissenschaften

Folien im Anhang

2024-08-06 / 2024-07-24

FDM-Workshop am GHI Washington, Fokus auf sensitive Daten, 
FDM-Workshop für MWN Osteuropa, Fokus auf sensitive Daten

Slides in english

2024-04-09

RDMO: Allgemeine Schulung MWS-intern (Projektdatenbank)

Folien im Anhang


Laut FD-Leitinie der MWS beachten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der MWS bei der Erstellung und im Umgang mit ihren Daten alle organisatorischen, gesetzlichen und vertraglichen Vorgaben sowohl der MWS als auch die gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland und im jeweiligen Gastland. Dies betrifft insbesondere das Urheberrechtsgesetz (UrhG), Nutzungs- und Verwertungsrechte, Rechteinhaberschaft und Datenschutz in Deutschland (DSGVO) und dem Gastland, aber auch ethische Belange sind von zentraler Bedeutung (s. auch das Kap. Lösungen für sensitive oder geschützte Daten). Zur Frage zu vorhandenen und selbst vergebenen Lizenzen, s. auch Glossar. Die FD-Leitlinie der MWS empfiehlt die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Publikationen und Forschungsdaten unter einer CC-BY 4.0 oder maximal CC-BY SA 4.0 Lizenz. Zur Frage des Zweitveröffentlichungsrechts s. entsprechendes Kapitel dieses Handbuchs.

Um sich über die Rechtslage ausreichend zu informieren, stehen zahlreiche Beratungsangebote innerhalb der NFDI und europäischer Infrastrukturprojekte zur Verfügung, die wir an dieser Stelle zusammenstellen und soweit wie möglich aktuell halten.

Aus der Zusammenarbeit mit Text+ stellen wir die aktuellen Schulungsunterlagen des Seminars "Urheber- und Leistungsschutzrecht für Vorhaben im Akademienprogramm" der Göttinger Akademie der Wissenschaften vom 26.10.2023 zur Verfügung: Moritz Griesel: Fortbildung Urheber- und Leistungsschutzrechte (2023) (s. pdf im Anhang dieser Seite: FoBI_UrhR_PDF_26102023.pdf).

Für den Bereich der Bildrechte ist der Leitfaden des Verbands Deutscher Kunsthistoriker von Interesse (2. Auflage Juli 2022): Veronika Fischer unter Mitarbeit von Grischka Petri. Bildrechte in der kunsthistorischen Praxis – ein Leitfaden (s. pdf im Anhang dieser Seite).

Zu Rechtlichen Aspekten des Nutzens und Veröffentlichen von Daten das Kulturelle Erbe betreffend ist die Seite von der Europeana Copyright Community empfehlenswert.

Sehr hilfreich ist und praxisnah ist auch die Handreichung: Urheberrecht in der Wissenschaft (31. Juli 2023), die von der BMBF Webseite heruntergeladen werden kann: https://www.bmbf.de/SharedDocs/Publikationen/DE/1/31518_Urheberrecht_in_der_Wissenschaft.html (auch als pdf im Anhang dieser Seite).

Unten angehängt sind auch die Slides eines Brown Bag Workshops (mit Übungen) zu Copyrights und Fair Use am GHI Washington, DC im Juni 2025, wo ich (KH) anhand von praktischen Beispielen auf Unterschiede im deutschen und amerikanischen Urheberrecht eingegangen bin.

NFDI4Memory hat eine Expert:innen-Gruppe ELSA eingerichtet, die besonders für die historischen Institute der MWS Beratung übernimmt: Kontakt-Adresse ist: Christiane Weber vom VDH


Als Repositorium wird ein verwalteter Speicherort für digitale Ressourcen verstanden, der diese langfristig auffindbar und zugänglich macht. Für Forschungsdaten bestehen spezielle Datenrepositorien, die entweder disziplinübergreifend (generisch; z.B. Zenodo) oder fachspezifisch (z.B. „OstData“ für Ost-, Ostmittel- und Südosteuropastudien, DARIAH-DE Repository für die geistes- und kulturwissenschaften oder TextGrid Repository für die Literaturwissenschaften und Editionen in TEI-XML) ausgerichtet sind. Sie können ferner einen institutionellen oder regionalen Zuschnitt besitzen, d.h. allen Forschenden einer wissenschaftlichen Einrichtung (z.B. perspectivia.net für die Institute der MWS) oder einer geografischen Region (z.B. Nakala oder HAL für die Geistes- und Sozialwissenschaften in Frankreich) für die Publikation von Daten offenstehen. Außerdem wird oft nach wie vor zwischen Repositorien für wissenschaftliche Publikationen und solchen für Forschungsdaten unterschieden. Bei der Auswahl eines geeigneten Repositoriums sollte im Sinne der FAIR-Prinzipien ein besonderes Augenmerk auf die dauerhafte Bestandsgarantie der anbietenden Institution, die Möglichkeit zur offenen Lizenzierung und der eindeutigen Referenzierung der Ressourcen mittels PID sowie die Unterstützung einschlägiger Metadatenschemata zur Einbindung in übergeordnete Suchinfrastrukturen gelegt werden. Repositorien sollten daher in re3data registriert sein.

Für weiterführende Informationen siehe forschungsdaten.info.


Ansprechpartner für Forschungsdatenmanagement sind Jan Peter Grünewälder,  Bibliotheksleiter (grunewalder@dhi-roma.it) und Jörg Hörnschemeyer, Digital Humanities (hoernschemeyer@dhi-roma.it.

Die Forschungsdatenleitlinien des DHI Rom befinden sich aktuell in Bearbeitung und werden nach Fertigstellung hier verlinkt.

Veröffentlichungen des DHI Rom in perspectivia.net


Um die Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten langfristig und plattformunabhängig zu gewährleisten, sollten offene Standardformate für Dateien gewählt werden, die für eine Nutzung von mehr als 10 Jahren empfohlen werden. Im Gegensatz zu ihrem proprietären Pendant können offene Formate von unterschiedlichen Programmen gelesen und verarbeitet werden und sind damit unabhängig von kommerziellen Anbietern. Zu freien Standardformaten zählen bspw. CSV, SQL, PDF, txt und TIFF (vgl. forschungsdaten.info).


Was ist mit bestehenden Projekten?

Initial wurden alle Projekte der MWS aus der stiftungsweiten Projektdatenbank in RDMO eingespielt. Es handelt sich um mehr als 700 Projekte, die auch als institutionelles Gedächtnis der Stiftung sehr wertvoll sind.

Für einige der laufenden oder abgeschlossenen Projekte müssen noch Datenmanagementpläne erstellt oder Pläne zur Sicherung und Veröffentlichung der Forschungsdaten mit RDMO vervollständigt werden. MWS-Mitarbeitende an den Instituten, die für ein Projekt verantwortlich sind (als Forschende, Data Steward oder weitere), können dem FDM-Team der Gst den Projekttitel aus der Projektdatenbank nennen und erhalten dann einen Zugang zu diesem Projekt in RDMO, um es dort weiter zu bearbeiten.

Für die Institute kann es auch sinnvoll sein, initial alle Projekte des jeweiligen Instituts dem / der Data Steward zuweisen zu lassen, um diese zu prüfen und zu entscheiden, welche dieser Projekte noch Datenmanagement-Aufgaben haben. Bei dieser Gelegenheit kann auch die Projektdatenbank aktualisiert werden: durch einen monatlichen automatischen Export editierter Projekte aus RDMO in die Projektdatenbank der MWS bleibt diese stets auf dem neuesten Stand. Zu diesem Zweck senden Sie bitte eine Liste mit den betreffenden Projekten an rdmo@maxweberstiftung.de und bitten um Zuweisung.

Was passiert mit neuen Projekten?

Neue Projekte aus RDMO werden ebenfalls automatisch in die Projektdatenbank übertragen. Die monatliche Synchronisation wird - nach einer redaktionellen Prüfung durch das Referat Qualitätssicherung, Öffentlichkeitsarbeit, Förderung - auch direkt auf der Webseite der MWS unter Projektdatenbank sichtbar. Bei Projekten, die sich noch in der Antragsphase befinden und daher noch nicht öffentlich auf der Webseite der MWS sichtbar sein sollen, erfolgt die Synchronisation nur, wenn Sie bei der Frage: "Befindet sich das Projekt noch in der Antragsphase?" "Nein" ankreuzen.

Sind die Daten wie im obigen Screenshot ausgefüllt, also "Ja" das Projekt befindet sich noch in der Antragsphase und die Projektlaufzeit beginnt erst in der Zukunft, dann erfolgt auch keine Synchronisation mit der MWS Projektdatenbank.

Möglicher Export zur Darstellung auf institutseigener Webseite oder anderen Katalogen

Desweiteren können mit den zahlreichen Exportmöglichkeiten aus RDMO in unterschiedlichen Formaten (s.u.) auch die Webseiten der Institute der MWS aktualisiert werden, wenn dies gewünscht ist. Ziel ist es, den Aufwand der Dateneingabe und Projektbeschreibung zu minimieren und nur noch an einer Stelle, in RDMO, zu verwalten. Umgekehrt können Sie auch Daten, die tabellarisch oder in anderen Instanzen von RDMO erstellt wurden, importieren.


Veröffentlichungen des DIJ Tokyo in perspectivia.net


Archives, Copyrights and Access (United States and EU/Germany)






Was sind "Orphan Works"?

In manchen Fällen von historischen Daten, Dokumenten, Archivmaterial oder sonstigen Überlieferungen lässt sich die Urheberschaft nicht klären bzw. lassen sich die Erben des Urheberrechts nicht ermitteln (da die Regel 70 Jahre nach dem Tod ist und Urheberrechte vererbt werden, kommt das sehr häufig vor).  Diese Werke werden daher als "verwaist" "Orphan Works" bezeichnet. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie daher nicht digitalisiert und veröffentlicht werden dürfen.

Vor der Veröffentlichtung sollten solche Werke allerdings in das Register für "Orphaned Works" - der Orphan Works Database eingetragen werden. Dazu können sich Institutionen zunächst als Nutzende registrieren, um dann in einem zweiten Schritt das für die Veröffentlichung geplante Werk zu registrieren.

Auf diese Weise können einerseits Urheber nach ihren Werken in der Datenbank suchen und ihr Urheberrecht in Anspruch nehmen, aber andererseits sind auch diejenigen rechtssicher, die ohne Verweis auf die Urheberschaft das Werk veröffentlicht haben. Es geht über einen reinen Hinweis auf einer Webseite hinaus und gibt zuätzliche Sicherheit für beide Seiten.

Auch in den USA haben GLAM Institutionen solide Richtlinien entwickelt, um mit verwaisten Werken umzugehen. In der Regel versuchen sie, die Rechteinhaber ausfindig zu machen und dokumentieren diesen Prozess, einschliesslich der Korrespondenz (Faustregel: 2-3 Monate Recherche). Wenn sie keinen Erfolg haben, machen sie einen Riskikoeinschätzung. Wenn das Riskiko gering ist, dann veröffentlichen sie das Material mit einem Vermerk, dass die Rechteinhaber nicht ermittelt werden konnten: Zum Beispiel bei diesem Brief von Langston Hughes an Arthur Schomburg, Dec. 7, 1933. Hughes starb 1967, seine Rechte sind noch nicht abgelaufen, er hatte aber keine direkten Nachkommen: https://digitalcollections.nypl.org/items/02ea6030-3c47-013b-a0f0-0242ac110003

Siehe auch die Richtlinien des Register of Copyrights zu Orphan Works: https://www.copyright.gov/orphan/




Umgang mit personenbezogenen Forschungsdaten: Praktisches Vorgehen : 22. Oktober 2025 | 10:00 Uhr - 11:30 Uhr

Urheberrecht und CC Lizenzen: 22.10.2025, 09:00-10:00 CEST

DNB-Lab: www.dnb.de/efa: 24.+25.11.2025


Open Access as a Business Model: Practical Insights and Disciplinary Cmparisons
DARIAH Annual Event

Digitale Editionen und KI (Philtag der Uni Würzburg): 06.02.2025
LoveDataWeek 2025 

Highlights:

10.02.2025
Ich habe doch gar keine Daten (PDF zum Vortrag, Link zu FDM-Tipps)
11:00-12:00, online (öffentlich mit Anmeldung)
Felix Rau (DCH), Universität zu Köln

Coffee Lecture: Whose data is it, by the way?
11:30-12:00, online (öffentlich mit Anmeldung)
FAIRmat (Humboldt-Universität zu Berlin)

Wissenschaftliches Arbeiten – effiziente Recherche und strukturiertes Datenmanagement
15:15-16:15; online (öffentlich mit Anmeldung)
Pauline Aldenhövel, Dr. Benjamin Mitterrutzner (Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München)

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11.02.2025
Daten mit OpenRefine bearbeiten
9:30-12:00, online (öffentlich mit Anmeldung)
Jan Hase, Dietmar Kammerer (Weizenbaum-Institut, Berlin)

Love your Errors: Cultivating a Constructive Error Culture in Science
11:00-12:30, online (öffentlich mit Anmeldung)
Johannes Vosskuhl, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg; Ilona Lipp, Universität Leipzig; Maximilian Frank, LMU München; Bernhard Miller, GESIS / KonsortSWD; Sandra Zänkert, ZB MED / Base4NFDI

Von Quellen zu Daten: Einführung ins Forschungsdatenmanagement für Historiker:innen mit Blick auf NFDI4Memory
11:30-12:30, online (öffentlich ohne Anmeldung)
Marina Lemaire & Laura Döring, Universität Trier (Servicezentrum eSciences)
Aufzeichnung des Vortrags wird hier verlinkt: https://www.youtube.com/@nfdi4memorydataliteracy203
Eigene Notizen:
Messdaten? Tabellen? Wir (Historiker) haben keine Forschungsdaten?
Quellenkritik --> Digitale Quellenkritik

Use Case: „Digital Atlas of European Historiography
Kontakt: contact@4memory-dataliteracy.de

Whose Data Is It, Anyway? Rechte und Lizenzen für Forschungsdaten (PDF zum Vortrag)
12:00-12:30, online (öffentlich ohne Anmeldung)
Christian Schmauch (Universitätsbibliothek Würzburg)

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12.02.2025
Beautiful data: Data visualisation basics
10:00-11:30, online (öffentlich mit Anmeldung)
Dr. Emilia Kmiotek-Meier | Institute of Sociology and Social Psychology, International Office, Universität zu Köln
Love Data, Tackle Bias: Verzerrungen in (Kultur-)Datensätzen
11:00-11:30, online (öffentlich mit Anmeldung)
FAU Erlangen-Nürnberg
Tools im FDM – Welche Tools können das Datenhandling unterstützen?
12:30-13:00, online (öffentlich mit Anmeldung)
Forschungsdatenservice TU Dortmund
Der AI Act und seine Auswirkungen auf die Forschung: Eine Interpretation
14:00-14:30, online (öffentlich mit Anmeldung)
Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement (TKFDM)
FAIR February Meetup – Let's work FAIR Digital Edition - A wie User Experience
14:00-16:30, online (öffentlich mit Anmeldung)
Text+ und das Service Center for Digital Humanities Münster (SCDH)/Universitäts- und Landesbibliothek Münster

13.02.2025
ImpoRting data in R: Why and how
09:00-10:30, online (öffentlich mit Anmeldung)
Dr. Elen Le Foll | Romanisches Seminar und DCH, Universität zu Köln
Caring for Your Data Beyond The Finish Line: Clarifying Responsibilities and Setting Up Processes for Data Management at the End of Your Project
11:00-11:45, online (öffentlich ohne Anmeldung)
University Library Basel
WoRking with time seRies data in R
11:00-12:30, online (öffentlich mit Anmeldung)
Dr. Denis Arnold | USB & C³RDM, Universität zu Köln

14.02.2025
Einverständniserklärungen leicht gemacht – Was enthält eine gute Einverständniserklärung?
12:30-13:00, online (öffentlich mit Anmeldung)
Forschungsdatenservice TU Dortmund
Toolbox für die Wissenschaft: praktisches Forschungsdatenmanagement mit der Academic Cloud
13:00-14:00, online (öffentlich ohne Anmeldung)
TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften, GWDG, Universitätsbibliothek Braunschweig
RDM Meets AI: Navigating Opportunities and Challenges
13:00-15:00, online (öffentlich mit Anmeldung)
Dr. Hajira Jabeen, Institut of Biomedical Informatics, Universität zu Köln


DH-Tools: Stabi-Tool-Tuesday: 22.10.2024-21.01.2025

DH-Training Day (FAU): 22.11.2024

Wissenschaftskommunikation in den DH

Veranstaltungsreihe der AG Digitale Geschichtswissenschaften

Library Carpentry Workshop: Nov. 2024

DH Research Seminar der MWS 2024 - online (jeweils 14 Uhr) mit folgenden Themen (bei Interesse zur Teilnahme mail an: mws-akdh@dhi-roma.it )

29. Mai 10-12h: 10. IO-Lecture: Das TextGrid Repository & das Core Trust Seal mit Stefan E. Funk und Lukas Weimer. Infos & Anmeldung hier: https://text-plus.org/aktuelles/veranstaltungen/2024-05-29-io-lecture-cts/

20. Juni 10-12h: 11. IO-Lecture: Die Basisklassifikation in den User Stories von Text+ mit Charlotte Feidicker und José Calvo Tello. Infos & Anmeldung hier: https://text-plus.org/aktuelles/veranstaltungen/2024-05-30-io-lecture-basisklassifikation/

Workshop der AG Digitale Romanistik/FID Romanistik/ MWS/ Text+ "Wege für offenes Publizieren: Möglichkeiten der Zweitveröffentlichung"

NFDI4culture: https://nfdi4culture.de/news/knowledge-graphs-foundations-and-applications.html

DH-Konferenzen: https://dh2024.adho.org/ und https://dhd2024.dig-hum.de/


Ansprechpartnerin FDM: Annika Wienert

Veröffentlichungen des DHI Warschau in perspectivia.net


Dear colleagues, I'm attaching our current draft for implementing the guidelines at the GHI in DC/Berkeley. This is a work in progress and we are planning to add a wiki page that aligns with the MWS guidelines as well. All the best, on behalf of our RDM working group, Katja (Katharina Hering, hering@ghi-dc.org)

Publications of GHI Washington in perspectivia.net


Auch wenn Ihre Publikation bereits kostenpflichtig veröffentlicht wurde, können Sie sie unter bestimmten Bedingungen ein weiteres Mal veröffentlichen und damit online frei zugänglich machen, zum Beispiel auf einem Publikationsserver, wie Januar 2024 in perspectivia.net, dieser wird gerade um ein entsprechendes Metadatenset erweitert..

Für die Zweitveröffentlichung von Publikationen, die anderweitig veröffentlichte Teile enthalten (Postprints, kumulative Dissertationen etc.), gibt es besondere Anforderungen. Die Bereitschaft von Verlagen, einer Zweitveröffentlichung zuzustimmen, ist unterschiedlich. Maßgeblich ist der Vertrag, der bei der Erstveröffentlichung geschlossen wurde. Bedingungen und Fristen entnehmen Sie dem Vertrag oder recherchieren Sie sie unter Sherpa/RoMEO. Sofern die Erstveröffentlichung unter einer offenen Lizenz, z. B. einer CC-BY-Lizenz, erfolgte, ist eine Zweitveröffentlichung ohne Weiteres möglich.

Zu unterscheidende Versionen

Während des Peer-Reviews sind mehrere Versionen Ihres Artikels entstanden. Oft darf aber nicht die finale Version auf einem Publikationsserver wie perspectivia zweitveröffentlicht werden. Bei der Zweitveröffentlichung eines Zeitschriftenartikels müssen sie daher die Publikationsstufen der auf perspectivia eingereichten Datei angeben. Die folgenden Publikationsstufen gibt es dabei:

Zweitveröffentlichungsrecht

Ausschließliches versus einfaches Nutzungsrecht
Die Zweitveröffentlichung ist uneingeschränkt möglich, wenn bei der Erstveröffentlichung dem Verlag kein ausschließliches, sondern ein einfaches Nutzungsrecht eingeräumt worden ist oder wenn die Autor*innen sich das Recht auf parallele Onlineveröffentlichung ausdrücklich vorbehalten haben. Sofern Sie jedoch ausschließliche Nutzungsrechte an einen gewerblichen Verlag übertragen haben sollten,  können Sie Ihre Publikation nicht mehr auf dem Publikationsserver veröffentlichen. Es sei denn, es liegt die ausdrückliche Zustimmung des Verlags vor.

Vertragsbedingungen
Ob Sie ausschließliche Nutzungsrechte übertragen haben, können Sie dem Verlagsvertrag entnehmen. Sollten Ihnen die Vertragsbedingungen nicht mehr bekannt sein, können Sie diese unter  SHERPA/RoMEO recherchieren. In dieser Datenbank sind auch die Bedingungen zu finden, unter denen Autor*innen ihre Publikationen online zweitveröffentlichen dürfen und wieviel Zeit bis dahin gegebenenfalls verstrichen sein muss (sogenannte Embargofrist). Es wird unterschieden zwischen Preprints (vor dem Review) und Postprints (nach dem Review). Mit Postprint ist oft auch der sogenannte "final draft" gemeint. Der "final draft" entspricht der inhaltlich publikationsreifen Fassung, jedoch nicht dem Verlagslayout.

! Es sollte mit dem Verlag geklärt werden, ob man a) das originale Verlags PDF mit Verlagslayout zweitveröffentlichen darf (mit Hinweis auf die Erstveröffentlichung) oder nur den Text, und diesen dann selbst neu setzen muss (Zum Beispiel mit einer vom Institut zur Verfügung gestellten Satzvorlage, sprechen Sie mit der Publikationsabteilung am Institut und der Redaktion perspectivia.net).

Gesetzliches Zweitveröffentlichungsrecht
Unabhängig vom Bestehen eines Verlagsvertrages haben Sie gegebenenfalls das Recht, aufgrund gesetzlicher Bestimmungen open access zu veröffentlichen. Hierbei gibt es bei der Zweitveröffentlichung bestimmte Rahmenbedingungen und Regeln zu beachten.

Gemäß § 38 Absatz 1 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) darf der/die Urheber*in sein/ihr Werk nach Ablauf eines Jahres ab Veröffentlichung in einer Zeitschrift oder Reihe anderweitig veröffentlichen, wenn im Verlagsvertrag nichts anderes vereinbart wurde.

Zudem gewährt das Gesetz in § 38 Abs. 4 UrhGdem Urheber/der Urheberin eines wissenschaftlichen Beitrags, welcher im Rahmen einer mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln geförderten Forschungstätigkeit entstanden und in einem mindestens zweimal jährlich erscheinenden Periodikum erschienen ist, das unabdingbare Recht zur Onlineveröffentlichung der akzeptierten Manuskriptversion nach zwölf Monaten. Voraussetzung ist, dass mit dieser Publikation kein gewerblicher Zweck verfolgt wird und die Quelle der Erstveröffentlichung genannt ist.

Autor*innenrechte

Rechte sichern
Nach Möglichkeit sollten Sie einem Verlag keine ausschließlichen Nutzungsrechte einräumen. Wenn Sie ausschließliche Nutzungsrechte übertragen, können Sie Ihr eigenes Werk nicht mehr vollumfänglich nutzen. Beispielsweise können Sie dann Ihre wissenschaftliche Arbeit nicht mehr frei online zugänglich machen. Vielmehr müssen Sie für eine Open-Access-Veröffentlichung erst eine Lizenzvereinbarung mit Ihrem Verlag treffen. Diese ist möglicherweise kostenpflichtig für Sie. Sichern Sie sich daher in Verlagsverträgen immer Ihre Rechte!

Open-Access-konforme Verträge schließen
Bevorzugen Sie für Ihre Veröffentlichung Verlage mit einem Open-Access-Geschäftsmodell beziehungsweise eine Open-Access-Zeitschrift. Wenn Sie bei einem Verlag mit einem Bezahl-Modell veröffentlichen, streichen Sie restriktive Formulierungen wie „Übertragung ausschließlicher Rechte“ aus dem Verlagsvertrag.

Wenn der Verlag auf der Übertragung ausschließlicher Rechte besteht, vereinbaren Sie im Verlagsvertrag wenigstens ein Nutzungsrecht zur Open-Access-Zweitveröffentlichung und fügen Folgendes hinzu:

Dem/der Autor*in steht es frei, eine digitale Version des Werkes vor/während/nach der Veröffentlichung durch den Verlag zeitlich unbegrenzt in einem öffentlich zugänglichen wissenschaftlichen Non-Profit-Repositorium zu veröffentlichen.
Datum, Unterschrift

Oder alternativ auf Englisch:
The author is free to publish for an unlimited period of time a digital copy of the work in a publicly accessible scholarly non-profit repository before/during/after publication by the publisher.
Date, signature

Die Scholar's Copyright Addendum Engine von Creative Commons stellt Ihnen Textbausteine zur Erstellung eines entsprechenden Vertragszusatzes zur Verfügung.

Verwehrt Ihnen der Verlag die sofortige Open-Access-Veröffentlichung, vereinbaren Sie eine möglichst kurze Embargofrist (bis zu einem Jahr). Halten Sie die Vereinbarung unbedingt in Ihrem Verlagsvertrag fest.

Bei Vertragsverhandlungen können Sie argumentieren, dass die Zweitveröffentlichung nicht in Konkurrenz zur Verlagsversion steht, sondern die Sichtbarkeit der Publikation insgesamt erhöht und damit eine zusätzliche Werbung für den Verlag darstellt. Die Onlineversion auf dem Publikationsserver der Universität Potsdam verweist zudem auf die Erstveröffentlichung und enthält einen Vorschlag, die Verlagsversion zu zitieren.

Weiterführende Informationen

Informationsblatt „Das Recht auf eine Zweitveröffentlichung" (bereitgestellt über die SUB Göttingen)

Themenseite „Rechtsfragen" auf open-access.network

In wenigen Schritten zur Zweitveröffentlichung.  Ein Leitfaden für Mitarbeiter:innen in Publikationsservices

Dokumentation des Workshops Wege für offenes Publizieren: Möglichkeiten der Zweitveröffentlichung

Rechtliche Bedingungen bei Zweitveröffentlichungen von Monografien und Beiträgen in Monografien

Für die Zweitveröffentlichung von Monographien gibt es im Gegensatz zu Zeitschriftenartikeln leider weder eine gesetzliche Grundlage im Urheberrechtsgesetz noch ein Angebot wie die SHERPA RoMEO-Plattform. Dies liegt hauptsächlich daran, dass die Bedingungen pro Monografie und Verlag sehr individuell sind, so dass eine solche Liste nicht zuverlässig erstellt werden könnte. Aktuell verlinkt SHERPA RoMEO in einer Beta-Version unter Open Access for Books auf die OA-Policies einer Reihe von Verlagen, die sich auch auf Monografien beziehen.

Wenn die Beiträge bereits veröffentlicht wurden, empfehlen wir eine Kontaktaufnahme direkt beim Verlag, um die Konditionen zur Zweitveröffentlichung zu erfahren.

Idealerweise sollte vor Veröffentlichung des Beitrags bzw. der Monografie vertraglich die Möglichkeit der Zweitveröffentlichung, beispielsweise durch ein festgelegtes "einfaches Nutzungsrecht" für den Verlag oder nach einer Embargofrist, vereinbart werden! Außerdem wäre es schön, wegen der Zitierbarkeit, das gesetzte Verlags-PDF zu verwenden (Version of record) und dafür die Genehmigung des Verlages zu haben, da man sonst den Text selbst neue setzen muss und eventuell vom Verlag sogar eine andere Seitenzählung verlangt wird. Bei der Verwendung von Abbildungen sollte bei der Rechteeinholung auch schon einen OA-Veröffentlichung mitgedacht werden.